Locanda Casa Rossa schließt – und ein Chamer Szene-Lokal zieht ein

Schon seit einer Weile hat Ivana Lefebvre nach einem neuen Standort für ihr Cafe/Restaurant in der Oberen Regenstraße in Cham gesucht. Jetzt steht fest: Im neuen Jahr wird sie mit Sack und Pack umziehen und zwar ins rote Haus bei der Scheurer-Kreuzung, wo bisher Pizza, Pasta und Steaks serviert werden.
Denn das Locanda Casa Rossa in der Janahofer Straße schließt Ende dieses Jahres endgültig seine Pforten. Die frei werdenden Räume will Lefebvre umgestalten und dort dann die beliebte thailändische und mexikanische Küche des Baloo anbieten. Wobei: Baloo soll das etablierte Restaurant künftig nicht mehr heißen. Den neuen Namen will Lefebvre noch nicht verraten, den Grund für die Umbenennung schon: „Das Baloo habe ich ja mit dem Namen übernommen, das ist nicht mein eigenes Baby, damit konnte ich mich nie so richtig identifizieren. Ich will aber etwas Eigenes, das fühlt sich dann einfach besser an.“
Gastronomin hofft auf Mund-Propaganda
Dafür nimmt sie in Kauf, dass die Chamer vielleicht erst einmal nicht wissen, dass im neuen Cafe/Restaurant im roten Haus das Baloo-Konzept Eins zu Eins übernommen werden soll. „Ich hoffe, dass es sich trotzdem schnell herumspricht, dass es bei uns leckere Sachen gibt.“ Ihre Stammgäste haben ihr versprochen, dass sie ihr die Treue halten werden.
Bis 30. Dezember wird das Baloo aber noch wie gewohnt am Eingangstor zur Chamer Innenstadt weitergeführt. Dann wäre der Mietvertrag ohnehin ausgelaufen, erklärt Lefebvre, die seit acht Jahren in Cham als Gastronomin tätig ist. Erst heuer im Februar hat sie mit dem La Esquina im ehemaligen Bräupfandl in Cham spanische Küche in den Landkreis gebracht.
Parken vor der Haustür
Über den neuen Standort fürs Baloo kommt Lefebvre ins Schwärmen: Dort habe sie endlich auch Parkplätze vor der Tür. Das Casa Rossa liegt ja beim Gewerbegebiet Stadleräcker mit Netto und Fressnapf sowie einem weiteren italienischen Restaurant, außerdem in direkter Nähe zu den Parkplätzen Stadellohe. „Wer mag, kann dann künftig bei uns nach dem Einkaufen noch einen Kaffee trinken oder vor dem Einkauf bei uns Frühstücken“, überlegt Lefebvre. Während die beliebten Enchiladas und das Rote Enten Curry weiterhin auf der Speisekarte stehen bleiben, will sie das Frühstücksangebot ausbauen. Ebenfalls im Angebot bleiben Cocktails, auch to go. Die Nähe auch zu den Einkaufszentren im Janahof sieht sie als großes Plus. Auch das Personal wird vom Baloo in der Innenstadt in die Janahofer Straße mitwechseln. „Meine Leute helfen mir auch beim Umzug und Renovieren“, freut sich Lefebvre, die sich ein großes Ziel gesetzt hat: Nach nur vier Wochen Umbau will sie die neuen Räume beziehen. „Der neue Vermieter ist sehr entgegenkommend und hilfsbereit. Es ist wichtig, dass man sich auf den Vermieter verlassen kann“, sagt die Gastronomin. „Ich freue mich auf die Veränderung.“
Neues Raumkonzept geplant
Auf das neue Raumkonzept dürfen die Gäste gespannt sein. Wie schon im La Esquina, kümmert sich die Chefin um die Inneneinrichtung und Deko selbst. „Ich habe schon viele Ideen. Ich mag es, für meine Gäste eine Wohlfühloase zu schaffen, das will ich auch im Janahof erreichen“, sagt die 43-Jährige.
Und auch die Freisitze, die Baloo-Gäste von ihrem Lokal gewohnt sind, wird es in der Janahofer Straße geben: Auf der Balkonterrasse können sie Speisen und Getränke an der frischen Luft genießen.
Geht alles wie gewünscht über die Bühne, will Lefebvre bereits im Februar das neue alte Restaurant in der Janahofer Straße 18 eröffnen.
