Solarparks an der Autobahn bei Wackersdorf-Imstetten kommen voran

Von Hubert Heinzl · 30. November 2023 um 15:11

Beim Wackersdorfer Ortsteil Imstetten können zwei Freiflächen-PV-Anlagen errichtet werden. Der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet an der A93 stellte jetzt dafür die Weichen.

Der Zweckverband änderte in seiner jüngsten Verbandsversammlung dafür den Flächennutzungsplan. Zugleich wurde für die beiden Solarparks Imstetten I und II jeweils ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt und damit das baurechtliche Verfahren in Gang gesetzt.

Der Verbandsvorsitzende, Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter (CSU), erinnerte zum Auftakt der Sitzung, dass der Zweckverband die beiden Vorhaben schon am 22.Dezember 2022 grundsätzlich gebilligt habe. Doch es habe Verzögerungen wegen der Frage der Netzeinspeisung gegeben. Doch die Einspeisepunkte stehen inzwischen fest, wie Ulrich und Ulrike Eckl vom gleichnamigen Planungsbüro aus Deggendorf erläuterten.

Leistung liegt jeweils bei zwei Megawatt

Die beiden geplanten PV-Anlagen haben laut Ulrich Eckl jeweils eine Leistung von zwei Megawatt und liegen teils in unmittelbarer Autobahnnähe. Zurzeit werden sie noch landwirtschaftlich genutzt.

Der Solarpark Imstetten I ist etwa 500 Meter südlich des Wackersdorfer Ortsteils Imstetten geplant und liegt westlich der Straße Sophienhöhe, die an dieser Stelle einen Knick macht und in etwa parallel zur A93 verläuft. Umzäunt werden soll hier eine Fläche von rund zwei Hektar. Solarmodule sind auf einem knapp einen Hektar großen Areal vorgesehen. Imstetten II schließt sich unmittelbar im Süden an Imstetten an. Hier sollen auf 1,2 Hektar Solarmodule aufgestellt und dazu eine Fläche von rund 2,7Hektar umzäunt werden.

Imstetten I ist nach den Worten Eckls von der Autobahn aus einsehbar. Als Sichtschutz soll eine Hecke angelegt werden. Für Imstetten II, das nördliche der beiden Areale, war den Planern zufolge ein Blendschutzgutachten erforderlich. Bis auch hier eine Hecke für eine Abschirmung sorgt, soll der Zaun Richtung Autobahn für Lichtschutzmaßnahmen erhöht werden. Die Imstettener werden nach Angaben Eckls durch die Anlage nicht beeinträchtigt, denn die Wohnbebauung im Norden des Ortsteils werde durch Lager, Schuppen und andere Funktionsgebäude von den Solarmodulen abgeschirmt.

Hasen und andere Tiere können durchschlüpfen

Die Verbandsversammlung beschloss die Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung der beiden vorhabenbezogenen Bebauungspläne jeweils einstimmig. Verbandsrat Alfred Damm aus Schwandorf fragte lediglich an, ob der geplante Bodenabstand des Zauns von 15 Zentimetern für Tiere ausreichend sei. Planer Eckl konnte ihn beruhigen: „Es wird einen spürbaren Spalt geben, so dass auch das Niederwild durchkann.“