Orgel von St. Vitus: Der Fahrplan für Sanierung steht

Von Friedrich Gluth · 29. November 2023 um 11:00

Ein tragfähiges Konzept für die Generalsanierung der Kirchenorgel von St. Vitus hat der Orgelbauverein gemeinsam mit Pfarrer Michael Hirmer bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung auf den Weg gebracht.

Vorsitzender Franz Josef Riedhammer zeigte zu Beginn noch einmal die diffizile Lage auf: Trotz intensiver Sammeltätigkeit (in 23 Jahren kamen rund 140000 Euro zusammen) schien das ambitionierte Vorhaben nicht unerreichbar zu sein. Denn die Pfarrkirche selbst bedarf bekanntlich einer grundlegenden Sanierung. Eine neue Orgel in eine Kirche zu bauen, in der umfangreiche Arbeiten noch ausstehen, erschien wenig sinnvoll. Die Frage des Vorsitzenden lautete deshalb: „Was soll man tun?“

Pfarrer Hirmer und Hubert Zaindl, der als Kirchenmusiker die Orgel überwiegend nutzt, unterbreiteten der Versammlung ein Konzept, das aufhorchen ließ. Demzufolge soll die bestehende Orgel ungeachtet der Tatsache, dass auch heute noch niemand seriös sagen kann, wann das Projekt Kirchensanierung in Angriff genommen wird, „neubauähnlich“ saniert werden. Dieses Vorgehen würde einen doppelten Zweck erfüllen. Es würde sowohl das Anliegen des Vereins erfüllen, als auch das der Kirchenmusik.

In der katholischen Stadtkirche Burglengenfeld herrscht viel Dynamik. Kürzlich ist ein Bericht über den geplanten Umbau des Pfarrzentrums in St. Josef erschienen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hirmer legte dazu einen Fahrplan vor. Der erste Schritt sei die Rücksprache mit dem Kirchenmusikreferat und der Finanzkammer des Bistums Regensburg. „Vom Kirchenmusikreferat brauchen wir ein Gutachten, von der Finanzkammer die Genehmigung zur Durchführung des Vorhabens. Ein entsprechender Beschluss der Kirchenverwaltung dürfte Formsache sein“, so der Pfarrer.

Im Rahmen des Gutachtens werde ermittelt, welche Schäden vorlägen und welche finanzielle Größenordnung eine Generalsanierung habe. Sobald diese Punkte bekannt seien, könnten die Finanzierung geklärt und Angebote von Orgelbauern eingeholt werden. „Wenn alles optimal läuft“, erklärte Hirmer, „rechne ich, dass wir Weihnachten 2025 einen neuen Orgelklang in St. Vitus hören können.“

Die Mitglieder des Vereins sprachen sich einstimmig für den Vorschlag aus. Zaindl wurde gebeten, in Absprache mit dem Musikreferat des Bistums einen Gutachter ausfindig zu machen.

Ein weiterer Beschluss lautete, dass alle Mitglieder in einem Brief über die Entwicklung zu informieren seien. Im Februar 2024 wird nach Aussage des Pfarrers die Kirchenverwaltung die Generalisierung der Orgel offiziell in die Wege leiten.