Auf Anregung der SPD: Stadt Schwandorf soll fahrradfreundlicher werden

Die Stadt Schwandorf hat in Sachen Radverkehr Verbesserungsbedarf, sagt die SPD. Im Herbst waren die Sozialdemokraten auf Tour, um mehrere Problemfelder zu identifizieren und legten ihre Ergebnisse und Wünsche in einem Antrag vor. Nun stand das Thema auf der Agenda der Verkehrsausschusssitzung.
Der erste Vorstoß betraf den Marktplatz. Ein Teil ist hier bereits abgeschliffen worden, damit das Pflaster für Radfahrer vom Rainer-Eck bis zum Zebrastreifen nicht mehr so holprig ist. Nun solle der Abschnitt vom Juwelier Meiller bis zum Schuhhaus Gruber folgen. Wie nun in der Sitzung bekannt wurde, hat das Sachgebiet Tiefbau der Stadt Schwandorf die Machbarkeit inzwischen überprüft. Das Ergebnis: Es sei grundsätzlich möglich, die Kosten belaufen sich auf etwa 40000 Euro. Außerdem müsse für die Maßnahme der betroffene Bereich zwei Wochen vollgesperrt werden. Nach einer kurzen Beratung entschied der Ausschuss bei einer Gegenstimme der AfD, diese Maßnahme anzugehen.
Rote Markierungen sollen erweitert werden
Weiter beantragte die SPD, den Verkehrsspiegel an der Einmündung Schwaigerstraße/Friedrich-Ebert-Straße etwas weiter nach unten zu setzen. Auch sollte der Fahrradweg bei der Agentur für Arbeit im Bereich der Kreuzbergallee durch ein Piktogramm in Form eines Fahrrads besser sichtbar gemacht werden.
Apropos Markierungen: An manchen Straßen gibt es bereits rote Markierungen, wenn Fahrradfahrer die Fahrbahn kreuzen. Nach Dafürhalten der SPD sollten diese nicht nur erneuert, sondern auch erweitert werden – zum Beispiel bei der Einmündung in die Oskar-Kösters-Straße, kurz vor dem Krankenhaus-Parkplatz.
Und auch die Stellplatzsituation am Bahnhof könnte sich nach Ansicht der Sozialdemokraten verbessern. Die SPD will prüfen lassen, ob sich die Stellplätze nahe der Gleise, bei den Toiletten, renovieren oder erweitern lassen.
Doppelstockparker für Fahrräder
Bei all diesen Maßnahmen teilte Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) im Verkehrsausschuss mit, dass diese bereits angegangen oder beauftragt wurden. Für sichere Radabstellmöglichkeiten am Bahnhof sei die Installation von sogenannten „Bike-and-Ride-Boxen“ vorgesehen. Zudem habe das Sachgebiet Ordnungswesen zusammen mit dem Klimaschutzmanager das Gespräch mit dem Landratsamt Schwandorf gesucht, da das Landratsamt für den Fahrradabstellplatz bei den Taxi-Stellplätzen zuständig ist. Im Kreisausschuss im Oktober sei bereits beschlossen worden, dass die Anzahl der Fahrradstellplätze mittels sogenannter „Doppelstockparker“ erhöht werden soll.
Weiter ging es mit dem Vorschlag der SPD, einen Spiegel an der Ecke Kreuzbergalle / Goethestraße anzubringen. Vom Gymnasium kommend sei die Sicht für Radfahrer nach Süden „sehr schwierig“, heißt es in dem Antrag. Wie Feller erklärte, habe das Sachgebiet Ordnungswesen zusammen mit dem Bauhof und der Polizei einen Ortstermin durchgeführt und eine ausreichende Sichtweite festgestellt. Zudem habe es in diesem Bereich bislang keine Unfälle gegeben. Deshalb sei es nicht erforderlich, dort einen Spiegel anzubringen. Nach einigen Wortmeldungen einigte man sich aber darauf, die Situation vor Ort noch einmal bei einer Verkehrsbeschauung zu beleuchten.
Zwei durchgehende Radwege vorgeschlagen
Zwei weitere Anträge der SPD hatten dann im weitesten Sinne mit der Ausweitung beziehungsweise Neuschaffung zweier Radwege zu tun. Zum einen schwebt den Sozialdemokraten ein Lückenschluss des Radwegs vom Bahnhof bis nach Steinberg am See vor. Momentan werde dieser an mehreren Stelle unterbrochen. Wie Feller informierte, sei es dazu aber nötig, Grundstücke entlang der Pesserlstraße und teilweise entlang der Steinberger Straße zu kaufen, die zum einen der DB Netz AG gehörten und zum anderen der Regentalbahn GmbH. Man einigte sich darauf, weiter Gespräche mit den Eigentümern zu suchen, auch wenn OB Feller die Chancen hier sehr gering sieht. „Wegen des geplanten Ausbaus in der Region gibt die Deutsche Bahn momentan eigentlich nichts her.“
Ähnlich sehe das auch an der St.- Vitalis-Straße aus. Hier gebe es schon seit längerer Zeit Bestrebungen, dort einen Radweg zu entwerfen. Nun hat die SPD noch einmal darum gebeten, mit den entsprechenden Eigentümern, die bisher keine Bereitschaft gezeigt hatten, noch einmal in Gespräche zu treten. Auch dieser Vorstoß erhielt die Zustimmung im Ausschuss.