Mehr Besucher: Thermen in Bad Gögging und Bad Abbach fast wieder auf Vor-Corona-Niveau

Die Limes-Therme in Bad Gögging und die Kaiser-Therme in Bad Abbach profitieren erreichen fast wieder die Besucher- und Behandlungszahlen aus der Zeit vor der Corona-Pandemie. Damit kommen die beiden Thermen auch zu wirtschaftlich besseren Ergebnissen als erwartet, wurde bei den Zweckverbandssitzungen der Thermen deutlich.
Das Gesundheitswesen ist ein Zuschussgeschäft und das nicht nur im Bereich der Krankenhäuser, sondern auch bei den Thermen. Damit sich die bisherigen Defizite zumindest verringern, werden die niederbayerischen Thermen in Bad Birnbach, Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Abbach und Bad Gögging neu strukturiert. Dabei setzt die niederbayerische Thermengemeinschaft insbesondere auch auf zwei Faktoren: die Einrichtung von Kompetenzzentren, um Personal einzusparen, und medizinische wie therapeutische Schwerpunkte, die die Betriebe voneinander unterscheidbar machen sollen.
Genauso wichtig sind die Umsätze. Je mehr Besucher kommen und Behandlungen verabreicht werden, desto höher fallen die Einnahmen aus. So freut man sich aktuell in beiden Thermen im Landkreis Kelheim über steigende Zahlen. So konnte in der Kaiser-Therme in Bad Abbach in diesem Jahr bis zum Oktober fast 157.000 Besucher und Behandlungen gezählt werden. Im selben Zeitraum von 2019, dem letzten Vor-Corona-Jahr, waren es jedoch fast 30.000 mehr.
Zeitweilig massive Einbrüche
Allerdings hatte es zwischenzeitlich massive Einbrüche gegeben. So wurden 2021 nur noch 55.600 Besucher und Behandlungen gezählt. Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten in der Kaiser-Therme in diesem Jahr das Kraftausdauertraining (plus 65 Prozent), die Saunawelt (plus 50 Prozent) und die Totes-Meer-Salzgrotte (plus 64 Prozent).
In der Limes-Therme in Bad Gögging entwickelten sich die Zahlen ähnlich. Zwischen Januar und Oktober 2023 wurden fast 292.000 Besucher und Behandlungen gezählt, was wie in Bad Abbach unter dem Niveau von 2019 lag und ein Minus von rund 34.000 Besuchern und Behandlungen bedeutete. Aber auch in Bad Gögging war damit das Tief von 2021 überwunden. Die größten Zuwächse wurden in Bad Gögging in der Römer-sauna (plus 53 Prozent), den Kursen (plus 64 Prozent) und der Salzgrotte (plus 57 Prozent) verzeichnet.
„Wir sind dabei aufzuholen“, stellte Bad Göggings Werkleiter Franz Bauer fest, der im übrigen noch „Luft nach oben“ sieht. In der Zweckverbandssitzung am Donnerstag meinte er: „Man bräuchte noch mehr Therapeuten.“ Insbesondere im Bereich der Prävention sieht Bauer noch Potenzial.
Geringere Defizite
Finanziell schlägt sich die bessere Auslastung ebenfalls in den Haushalten der Thermen, die über den Bezirk Niederbayern, den Landkreis Kelheim sowie Neustadt a.d. Donau (Limes-Therme) und Bad Abbach (Kaiser-Therme) finanzieren, nieder. Für die Einrichtung in Bad Gögging war mit einem Defizit von 2,3 Millionen Euro bis Ende des dritten Quartals gerechnet worden. Tatsächlich wurden es inklusive Abschreibungen „nur“ 1,3 Millionen Euro.
Auch insoweit ist die Situation in Bad Abbach ähnlich. Im Voranschlag war ein Verlust von 2,3 Millionen Euro erwartet worden. Herausgekommen ist ein Minus von lediglich 1,4 Millionen Euro.
Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich, der sowohl Vorsitzender des Zweckverbandes Bad Abbach als auch des Zweckverbandes Bad Gögging ist, stellte zur weiteren Entwicklung der Thermen fest, dass das Ziel für die neiderbayerischen Thermen die „schwarze Null“ sei.
Der Bezirkstagspräsident betonte: „Wir haben nach wie vor einen weiten Weg vor uns.“ Für den weg sei es wichtig, dass die Angebote der Thermen so gestaltet werden, „dass wir zu einer Kostendeckung kommen“.

