Tote Kälber: Vorerst keine Hinweise auf einen Wolf – war’s ein Fuchs?

Die Entdeckung schockte Markus Dillinger: Zwei teils gefressene Kälber-Kadaver fand der Bauer vergangenen Samstag (18. November) auf einer seiner Wiesen. Er mutmaßte einen Wolf als Verursacher. Nun hat das Landesamt für Umwelt (LfU) erste Erkenntnisse.
Die zwei Kälbchen lagen auf einer Weide bei Einmuß (Landkreis Kelheim). Nach der Einschätzung des Landwirts kamen vermutlich beide tot zur Welt. Ein oder mehrere andere Tiere fraßen die Kadaver an, bei einem Kälbchen fehlte die gesamte hintere Hälfte, rund 15 bis 20 Kilogramm. Hatte ein Wolf zugeschlagen?
Ein Mitglied der Netzwerker „Große Beutegreifer“ (Wolf, Bär und Luchs) innerhalb des LfU untersuchte am Montag, 20. November, die Situation vor Ort und die Kadaver und nahm Proben. Es lägen „keine Hinweise auf die Beteiligung eines Großen Beutegreifers vor“, erklärt ein LfU-Sprecher auf Anfrage der Mediengruppe Bayern. Gefundene Trittsiegel (Abdrücke) entsprechen „der Größe eines fuchsgroßen Caniden“, sprich eines hundeartigen Tiers. „Dies schließt einen Fuchs mit ein.“
Kadaver werden seziert
Bei einer Sektion durch das LGL (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) wird jetzt nach weiteren Hinweisen und Spuren gesucht. Sollte auch diese Zweitdokumentation keine Hinweise für die Beteiligung eines Großen Beutegreifers erbringen, erfolgt keine zusätzliche Analyse der genommen Proben, da kein hinreichender Verdacht besteht.