Nach Zusammenschluss: Stadtkirche in Burglengenfeld organisiert die Arbeit neu

Von Friedrich Gluth · 21. November 2023 um 15:00

In Burglengenfeld wurden zum 1. September die Pfarrei St. Vitus und die Pfarreiengemeinschaft St. Josef/St. Pankratius Dietldorf zur Stadtkirche Burglengenfeld zusammengefasst. Dies bedeutet unter dem einen Dach der Stadtkirche drei Pfarrgemeinderäte. Die Neuerung hat Folgen – inhaltlich und organisatorisch.

Um zu klären, wie die Zusammenarbeit inhaltlich und personell strukturiert werden kann, fand am Samstag im Pfarrzentrum St. Josef auf Einladung von Pfarrer Michael Hirmer eine Klausurtagung statt. Teilnehmer waren neben den hauptamtlichen Kirchenmitarbeitern Pfarrvikar Sujan Kumar, Kaplan Suresh Babu und Gemeindereferentin Bernadette Biller 40 Pfarrgemeinderäte, darunter auch die drei Sprecher Edith Fischer für St. Josef, Markus Heider für St. Vitus und Christoph Leikam für St. Pankratius Dietldorf.

Pfarrzentrum soll umgebaut werden

Moderiert wurde die Veranstaltung von den Religionspädagoginnen Kathrin Hauser und Patrizia Szörenyi von der Gemeindeberatung des Bistums Regensburg. Bevor man in die Sacharbeit einstieg, gab es die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Pfarrzentrums zu besichtigen. Dekan Hirmer erläuterte, welche Räume künftig für welchen Zweck Verwendung finden und welche baulichen Maßnahmen hierfür erforderlich sind.

Am Beginn der Arbeitstagung erfolgte ein gegenseitiges Kennenlernen. Wie lange arbeitet der einzelne Pfarrgemeinderat schon in diesem Gremium mit? Wo will und kann er sich in die Arbeit des Gremiums einbringen, zum Beispiel als Ideengeber, als Organisator oder als jemand, der anpackt, wenn praktische Arbeiten zu erledigen sind?

Pfarrgemeinderäte arbeiten ähnlich

Danach ging es um die Frage, wie in den drei Gremien die anstehenden Aufgaben erledigt werden. Dabei zeigte es sich, dass die Arbeitsweise in den drei Pfarrgemeinderäten ziemlich ähnlich ist. So ist die Anzahl der Sitzungen nahezu identisch, ebenso wird die Sitzungsvorbereitung fast gleich gehandhabt. Gemeindereferentin Biller stellte die Frage, wie die Arbeit in den Gremien zukünftig aussehen solle. Sollten die drei Pfarrgemeinderäte ihre Angelegenheiten in gesonderten Sitzungen behandeln und beschließen oder sollten die drei Gremien gemeinsam tagen? Einhellig sprachen sich die Anwesenden für gemeinsame Sitzungen aus, da auf diese Weise der Informationsfluss am besten zu gewährleisten sei.

Pfarrer Hirmer schlug vor, dass jährlich vier gemeinsame Sitzungen stattfinden sollten und Sachausschüsse mit weitreichenden Kompetenzen einzurichten seien. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Ebenso wurde einstimmig festgelegt, dass die Sitzungsvorbereitung durch ein Vorstandsgremium erfolgt, dem die Pfarrgemeinderatssprecher, deren Stellvertreter, die Schriftführer und der Pfarrer angehören.

Auch die Zukunft der Kirche im Blick

Nach einer kurzen Pause stellten die Vertreter der drei Pfarrgemeinden die bereits vorhandenen Sachausschüsse und ihre Aufgaben vor. Anschließend wurde in Gruppen erarbeitet, welche Sachausschüsse künftig gebildet werden und welche Bereiche sie abdecken sollten. Dekan Hirmer warf in die Diskussion ein, dass bislang ein Sachausschuss fehle, der sich mit der Erschließung neuer Zielgruppen befasse. Die Namensbezeichnung könne etwa „Zukunft Kirche“ oder „Kirche neu denken“ lauten. Die Versammlung legte schließlich elf Sachausschüsse fest.

Das sind die neuen Sachausschüsse

Mission, Entwicklung, Frieden, Partnerschaft; Schöpfung und Umwelt; Caritas; Liturgie; Ehe, Familie, Lebensformen; Zukunft; Feste und Feiern; Senioren; Jugend; Erwachsenenbildung; Ökumene. Für die Ortschaften Pottenstetten und Dietldorf wird es eigene Arbeitskreise geben. Durch die Umstrukturierung sollen die Sachausschüsse künftig selbstständig in ihrem Bereich arbeiten und auch Entscheidungen treffen können.