Urteil: Vergewaltiger vom Donaupark in Regensburg muss für neun Jahre ins Gefängnis

Von André Baumgarten · 10. November 2023 um 09:19

Der Vergewaltiger vom Donaupark in Regensburg muss für neun Jahre ins Gefängnis. So lautet das Urteil am Landgericht Regensburg am Freitagvormittag. Der Mann muss zudem an zwei seiner Opfer 45.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Die fünfte Strafkammer befand den Angeklagten der vollendeten und versuchten schweren Vergewaltigung, eines besonders schweren sexuellen Übergriff und sexueller Nötigung schuldig. Der gelernte Altenpfleger hatte laut Anklage im Herbst 2020 tagelange regelrecht Jagd auf junge Frauen gemacht. Er sprach die Opfer an, bedrohte und bedrängt sie.

Am 2. November 2020 kam es im Regensburger Donaupark dann zur Vergewaltigung einer damals 27-Jährigen. Hier und in einem weiteren Fall vom Mai 2019 hinterließ er seine DNA am Tatort Spuren, die nach langwierigen Ermittlungen und Gentests bei Hunderten Männern nach Thüringen führten. Dorthin war der Vater zweier kleiner Kinder von Regensburg aus gezogen. Anfang Januar wurde er an seinem Arbeitsplatz in Arnstadt verhaftet.

Zweifel an sexuellem Übergriff auf Mithäftling

Zum ebenfalls angeklagten sexuellen Übergriff auf einen Mithäftling in der JVA in Regensburg sprach das Gericht den Mann hingegen frei. Schon im Prozess waren einige Zweifel an den Angaben des Zeugen aufgekommen. Was Verteidigung und Staatsanwaltschaft samt Nebenklage-Anwälten nicht öffentlich beantragt hatten, lag dennoch weit auseinander: Die einen forderten elf Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung; Rechtsanwältin Susan Rechenbach-Auerswald dagegen plädiert auf Freispruch für den 34-Jährigen. Das Gericht hat nun entschieden.

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