Gesellschafter stellen Pläne für Erweiterung des Biomasse-Heizwerks in Berching vor

Jüngst hatte die Nahwärme Berching (Landkreis Neumarkt) zur Gesellschafterversammlung nach Berching geladen. Neben Berichten des Geschäftsführers, des Steuerberaters und des Vorsitzenden stand die Erweiterung des Biomasse-Heizwerkes und des Nahwärmenetzes in Berching auf der Tagesordnung, wie die Verantwortlichen der KG mitteilten.
Geschäftsführer Christian Meier berichtete, dass die Namensänderung der ehemaligen Maschinenring Heizwerk KG auf jetzt „Nahwärme Berching GmbH & Co. KG“ im Handelsregister vollzogen sei. Sodann stellte er Umfrageergebnisse zum Aufstockungsangebot zusätzlicher Gesellschaftsanteile und zur Aufnahme neuer Kommanditisten vor. 19 Kommanditisten seien bereit gewesen, ihren Anteil zu verdoppeln.
Hoher finanzieller Aufwand
Die Gesellschaft stehe finanziell auf einer gesicherten Basis. Die Erweiterung des Biomasse-Heizwerkes und der Wärmenetzausbau erforderten jedoch auch künftig einen hohen Aufwand finanzieller Mittel. Es folgte die Vorstellung der Bilanz des Geschäftsjahres 2022. Diese wurde von der Gesellschafterversammlung einstimmig angenommen.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die regionale Versorgung mit nachhaltiger, klimafreundlicher Wärme. Im Frühjahr 2024 steht die Erweiterung des Heizwerkes in Berching und der damit verbundene Ausbau des Nahwärmenetzes ab 2025 an. Der Geschäftsführer ging in seinem Vortrag auf den geplanten Bauablauf ein. Hierfür würden ein Anbau an das bestehende Gebäude mit neuem Biomasse-Heizkessel und ein zusätzlicher Pufferspeicher benötigt. Die Netzpumpen würden geändert und ein zweiter Hackschnitzel-Bunker mit Schubboden gebaut. Zur Einhaltung der Emissionsgrenzwerte für Feinstaub, werde eine neue Filterungstechnik installiert. Ein Großteil der Investitionskosten für den Ausbau des Heizwerks und des Wärmenetzes mit 100 Prozent erneuerbaren Energien werde vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.
Geschäftsführer Meier zeigte den möglichen Leitungsverlauf innerhalb der Innenstadt und der Vorstadt. Dadurch ermögliche die Nahwärme Berching den Bewohnern und Eigentümern, sich mit an das effiziente Nahwärmenetz anzuschließen und somit unabhängig von fossilen Energielieferanten zu werden.
Ausbau wird vorangetrieben
Unter den vorgenannten Bedingungen wurde der Beirat von den Gesellschaftern einstimmig damit beauftragt, den Ausbau des Heizwerkes zügig voranzutreiben. Ende Oktober war im Rahmen der Baugenehmigung das Gewerbeaufsichtsamt zur Besichtigung und anschließenden Stellungnahme im Heizwerk Berching. Einer Erweiterung stehe nichts im Wege, fasste Meier diesen Termin zusammen.
Interessante Informationen gab es vom Fachkongress für Holzenergie in Würzburg. Weiter berichtete Christian Meier über das Energiekonzept der oberbayerischen Gemeinde Fuchstal, welches zeige, wie autarke Energieversorgung einer Gemeinde funktionieren könne. Bei einem Besuch konnte er viele neue Eindrücke sammeln und Erfahrungswerte austauschen, um diese für die Stadt Berching zu nutzen.
In der Steiermark erhielt Meier einen exklusiven Einblick in mehrere Biomasse-Heizwerke mit Nahwärmenetzen und den Räumlichkeiten des Weltmarktführers für Regelungstechnik und Visualisierung im Bereich der Wärmeversorgung, welche auch für die Nahwärme Berching eingesetzt werde. Abschließend informierte der Geschäftsführer, dass ein ausreichender Bestand an Hackschnitzeln für die Wärmeversorgung der anstehenden Heizperiode gelagert sei.