Nach tödlichem Unfall in Regensburg: Adolf-Schmetzer-Straße wird umgebaut

Von Daniel Pfeifer · 9. November 2023 um 15:00

Anwohner kennen sie als Raser-Strecke, im Januar wurde sie Ort eines tödlichen Verkehrsunfalls: die Adolf-Schmetzer-Straße im Ostenviertel. Nun, ein Dreivierteljahr nachdem eine 49-jährige Fahrradfahrerin von einem Auto erfasst wurde und starb, beseitigt die Stadt die Gefahrenstelle endgültig.

Auf einer Länge von rund 40 Metern haben Bagger die Adolf-Schmetzer-Straße an der Einmündung der St.-Niklas-Straße aufgerissen. Der Mittelstreifen, der hier nur eineinhalb Meter breit ist, soll an der Stelle des tödlichen Unfalls auf mehrere Meter verbreitert werden. Gleichzeitig wird die Straße deutlich schmaler.

„Die Verengung hat einen Bezug zu dem tödlichen Verkehrsunfall zu Beginn des Jahres“, hatte die Stadt Regensburg bereits im Juli mitgeteilt. Damals war eine 49-Jährige auf ihrem Fahrrad von einem Auto erfasst wurden, als sie die Fahrbahn überqueren wollte.

Anwohner: Parkende Autos waren Problem

Zunächst bestand diese Verengung lediglich aus einer weiß gestichelten Markierung. Nun wird sie permanent. „Eine Verschwenkung des Fahrbahnrandes mit Bordsteinen ist effektiver und sicherer“, teilt die Stadt nun mit.

Gleichzeitig fallen zwischenzeitlich einige Parkplätze weg, die am rechten Fahrbahnrand der Adolf-Schmetzer-Straße lagen. Ein Anwohner begrüßt dies. Dass parkende Autos stets die Sicht auf die Einmündung der St.-Niklas-Straße verdeckt hätten, sei einer der Gründe, warum dieser Straßenabschnitt so gefährlich gewesen sei – besonders für Fahrradfahrer. Nach den Bauarbeiten steht aber der Rückkehr zum Staus Quo, wie die Stadt Regensburg auf Nachfrage mitteilt: Die Parkplätze werden dann wieder wie zuvor zur Verfügung stehen.

Kosten und Dauer der Bauarbeiten

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme neben dem Straßenumbau, die der Anwohner sich wünscht, ist eine Fußgängerampel mit Druckknopf. Bereits im Rahmen einer Online-Petition mit dem Titel „Regensburg – Straßen für Kinder sicherer machen!“ im Januar waren auch Stimmen laut geworden, die sich eine dauerhafte Ampellösung gewünscht hätten. Derartige Begleitmaßnahmen sind aber nicht geplant, teilt die Stadt auf Nachfrage mit.

Während die Straße umgebaut wird, wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen einspurig vorbeigeführt. Die Stadt rechnet mit einer Bauzeit von zwei bis drei Wochen. Insgesamt kostet es die Stadt etwa 20.000 Euro, die Adolf-Schmetzer-Straße an dieser Stelle sicherer zu machen.