Geldautomat in Langquaid gesprengt: Zeigt Video die Täter und ihr Fluchtauto?

Nach der Sprengung eines Geldautomaten in der Volksbank am Marktplatz in Langquaid (Kreis Kelheim) in der Nacht auf Dienstag laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. In sozialen Netzwerken ist ein Video von der Tatzeit aufgetaucht: Es zeigt mutmaßlich das Fluchtauto und die Täter vor der Bank.
Gegen 3.30 Uhr schlugen die Täter am Dienstag, 7. November 2023, zu. Sie sprengten den Geldautomaten. Offenkundig wurden sie unmittelbar nach der Sprengung gefilmt. Auf der etwa einminütigen Videosequenz steht ein dunkles Auto auf dem Marktplatz. Zwei Personen rennen mit Taschen aus dem Gebäude zum Fahrzeug, danach braust der Wagen, in dem ein Fahrer wartet, davon. „Wir haben Kenntnis von diesem Videomaterial“, so Katrin Günzel von der Pressestelle des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA). Es werde geprüft, ob das Video tatsächlich der Tat zuzuordnen sei.
Anwohnerinnen sprechen von „Fehlzündung“ und „Schlag“
Wie Günzel auch erklärt, hatte eine Zeugin nach der Sprengung die Polizei über den Notruf alarmiert. Sie und weitere Anwohner werden von den Ermittlern befragt. Die Mediengruppe Bayern sprach mit zwei Anwohnerinnen. Eine berichtete, für sie habe sich die Sprengung „wie die Fehlzündung eines Lkw“ angehört; die andere sprach von einem „Schlag. Als Explosion habe ich das nicht empfunden.“ Gesehen haben beide Frauen nichts.
Spur der Täter verliert sich in Rohr
Die Sprengung des Geldautomaten hat den Innenraum der Volksbank-Filiale völlig zerstört. Die Schadenshöhe wird von einem Gutachter ermittelt, so das BLKA. Der „Beuteschaden“ wird weiterhin nicht genannt, „um Nachahmer zu vermeiden“. Die drei mutmaßlichen Täter flohen in Richtung Rohr in Niederbayern. „Danach verliert sich die Spur“, so Günzel. Hinweise zu Tat oder Flucht nimmt das Bayerische Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 089/12120 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.