Wieder gab es in Sandharlanden einen Spatenstich

Seit langem ist der Abensberger Ortsteil Sandharlanden im Fokus, wenn es darum ging, Schutzmaßnahmen gegen die Auswirkungen von Starkregen zu verwirklichen. Ein Konzept wurde erstellt. Bis Mitte kommenden Jahres sollen die Arbeiten dafür beendet sein.
Wieder einmal gab es jetzt einen Spatenstich in Sandharlanden. Ging es im Frühjahr darum, die Flutmulde im Bereich Lautergries zu schaffen, starteten jetzt die Arbeiten für den offenen Graben von der Sandstraße hin zum Regenrückhaltebecken beim FSV-Gelände.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung verkündeten Stadtwerkechef Rainer Reschmeier und Bürgermeister Bernhard Resch gute Nachrichten zum Projekt. Habe man ursprünglich mit 774 000 Euro an Kosten gerechnet, gehe die aktuelle Kostenschätzung von 40 Prozent weniger aus.
Reschmeier erklärte die Ausgangslage. Im Bereich der Sandstraße treffen drei verschiedene Regenwasserkanäle zusammen. Von dort floss bisher das Wasser in einem Rohr Richtung Rückhaltebecken.
Graben soll noch 2023 fertiggestellt werden
Noch in diesem Jahr soll das laut Reschmeier aus dem Boden geholt werden, um stattdessen einen Graben anzulegen. So einen hat es laut Reinhard Handschuh, Stadtrat aus Sandharlanden, vor einem halben Jahrhundert noch gegeben. Der Graben werde laut Reschmeier rund 400 lang sein. 2024 werde die Durchleitung unter der Kreisstraße in Angriff genommen – dazu die Leitung hinein ins Rückhaltebecken.
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Wie er und Klärwerkschef Konrad Ettengruber betonten, werde der Graben die dreifache Menge an Wasser fassen können, als es das bisher verlegte Rohr hätte tun können.Dazu werde der Graben laut Ettengruber mit einem versickerfähigen Boden versehen, so dass man davon ausgehe, dass eine beträchtliche Menge an Wasser erst gar nicht bis zum Becken fließe.
Wie schon beim Projekt Flutmulde ist das Amt für Ländliche Entwicklung mit von der Partie. Gibt es doch von dort Fördergelder für die Maßnahme. Durch reinen Zufall im Gespräch seien er und Reschmeier darauf gekommen, dass das Projekt förderfähig ist, wie Baudirektor Christian Thurmaier von der Behörde feststellte.
Gründe für die Förderung
Wäre wieder nur ein Kanalrohr in den Boden gekommen, hätte man nach seinen Worten seitens des Amtes keine Möglichkeit gehabt, die Maßnahme zu fördern. Jetzt würde dem Wasser jedoch mehr Raum gegeben. Letztendlich komme damit ein Stück Natur zurück, weil ein Wasserlauf wieder sichtbar ist, wie mehrere Teilnehmer des Spatenstichs betonten. Hauptgrund für die Förderfähigkeit des Projekts sei aber, dass sich die Arbeiten für das Dorf direkt positiv auswirken und nicht etwa nur für Flächen rund herum. Handschuh freut sich, dass mit dieser nach Lage der Dinge letzten Maßnahme im Zuge des ausgearbeiteten Konzepts alle Defizite in Sachen Regenrückhaltung im Ort ausgeräumt seien.
Grundsätzlich sind die Arbeiten in den Ortsteilen aber noch nicht zu Ende. Wie berichtet wurden in Pullach und Baiern schon kleinere Maßnahmen ungesetzt. In Hörlbach wartet man noch auf den Beginn.
