Besuch der alten Dame sorgt in Abensberg für viel Arbeit

Es dauert nicht mehr lange, und es hebt sich im Theater am Bahnhof wieder der Vorhang. Die Vorarbeiten für die Premiere, die am 11. November um 19.30 Uhr in Abensberg ansteht, fordern den gesamten Verein Lampenfieber.
Mit Besuch der alten Dame aus der Feder von Friedrich Dürrenmatt hat sich das Regieduo Uli Brossmann und Franz Englbrecht einen Bühnenklassiker ausgesucht. Schon allein mit 32 zu besetzenden Rollen ist die Inszenierung für den Theaterverein Lampenfieber eine große Herausforderung. Brossmann spricht gegenüber der Mittelbayerischen von einem Wagnis.
Allerdings seien wenige Tage vor der Premiere alle guter Dinge. Wahr sei, dass auch die Regisseure haben dazulernen müssen. Wie bereits berichtet hatte Englbrecht einen richtiggehenden Dienstplan, was Probenarbeit betrifft, gezimmert. Denn es müsse ja nicht bei jeder Probe jeder Akteur vor Ort sein.
Letztendlich habe das nicht so geklappt wie gedacht, räumen beide ein. Der Mensch habe eben auch sonst noch jede Menge Termine – sei es im Privaten oder im Beruf. Unter dem Strich heißt das, Englbrecht musste seinen ausgetüftelten Plan beiseitelegen. Man habe letztendlich mehr Proben ansetzen müssen als ursprünglich geplant.
Jetzt, wenige Tage vor dem Start, probt das Ensemble ohnehin täglich. Mit dabei sind nicht etwa 32 Schauspielerinnen und Schauspieler. So viele hätten die Regisseure nach eigenem Bekunden nie und nimmer zusammentrommeln können. So werden einige Protagonisten auf der Bühne stehen, die in Abensberg noch nie Theater gemacht haben.
Viel Einsatz hinter der Bühne
Einige übernehmen mehrere Rollen gleichzeitig. Mia Tierling erwähnen die beiden Regisseure dabei besonders. Nicht nur, dass sie als Bühnenneuling gleich in zwei Rollen schlüpft. Die junge Frau unterstützt Dieter Attenberger und Rosi Stadler, die für die Maske zuständig sein werden. Da es viele Schauspielerinnen und Schauspieler gibt, sitzen auch viele gleichzeitig vor den Spiegel. Da braucht es fürs Schminken mehr Hände als bei der Mehrzahl der bisherigen Inszenierungen. Nicht nur das: Um genügend Schminkplätze darzustellen, wurde der Garderobenanbau erweitert.
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Zum Teil in Eigenarbeit wird derzeit ein weiterer Raum gezimmert, der äußerlich wieder die Form eines Bahnwaggons haben soll. Noch sieht es im Neubau, der aus Holz besteht, aus wie auf einer Baustelle. Hans Schmid vom Ensemble ist aber guter Dinge, dass bis zur Premiere alles rechtzeitig fertig wird. Der Einsatz für die größere Garderobe ist in den Augen von Englbrecht ein Zeichen dafür, dass man sich auch künftig an Inszenierungen wagen wolle, welche die Dimensionen des Dürrenmattstücks erreichen.
Sechs Stunden Lichtprobe
Die Proben laufen ja schon seit Monaten. In diesen Tagen fehlt es den Regisseuren aber nicht nur deshalb an Arbeit. Vor wenigen Tagen haben sie gemeinsam mit Jakob Biberger von der Technik und einigen Schauspielern Beleuchtungsproben gemacht. Nicht weniger als sechs Stunden habe man da im Theatersaal zu tun gehabt.
Vieles ist eben notwendig, damit beim Besuch der alten Dame in Abensberg alles klappt. Claire Zachanassian kommt im Stück in ihr Heimatdorf Güllen, wo man sie einst gedemütigt und in die Fremde vertrieben hat. Jetzt ist sie Millionären und will Rache. Sie macht den Güllenern ein unmoralisches Angebot, dem die im Laufe der Zeit immer weniger widerstehen können. Jeweils 500 Millionen soll es für den Ort und die Einwohner geben, wenn es ihrem früheren Liebhaber Ill, der sie sitzen lies, an den Kragen geht. Nach und nach scheint klarzuwerden, dass sein Schicksal besiegelt ist.
Wichtige Daten zum Stück
Tickets kosten für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre 1,5 Euro, für alle anderen neun Euro. Karten können im Onlineshop des Vereins auf der Internetseite www.tab-abensberg.de erworben werden. Außerdem gibt es folgende Vorverkaufsstellen: Herzogskasten, Dollingerstraße 18, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 17 Uhr sowie Freitag von 10 bis 12 Uhr; Bellibri, Karmelitenplatz 8, Montag von 9:30 bis 12:30 Uhr, Dienstag bis Freitag von 9:30 bis 12:30 Uhr und 14:30 bis 18 Uhr sowie Samstag von 9:30 bis 12:30 Uhr.
Aufführungstermine sind: 11.November 19:30 Uhr, 12. November 17 Uhr, 18. November 19:30 Uhr, 19. November 17 Uhr, 25. November 19:30 Uhr, 26. November 17 Uhr, 1. Dezember 19:30 Uhr, 3. Dezember 17 Uhr.
