Niklasmarkt in Abensberg zieht die Fieranten an

Von Wolfgang Abeltshauser · 31. Oktober 2023 um 05:00

Ganz langsam nähert sich die Adventszeit. Weihnachtslieder und Lebkuchenduft bestimmen dann wieder die Szenerie in der gesamten Abensberger Innenstadt. Für die Freunde dieser vorweihnachtlichen Tage gibt es jetzt gute Nachrichten.

Streng genommen dauert der Advent heuer nur drei Wochen, da der vierte Advent und Heiligabend auf einen Tag fallen. Während die Brauerei zum Kuchlbauer daher einen Frühstart hinlegt und mehr als eine Woche vor dem ersten Advent den weihnachtlichen Budenzauber eröffnet, bleibt beim Niklasmarkt im Schlossgarten alles beim Althergebrachten – der Niklasmarkt dauert drei Wochen. Und eine Sorge, die sich im vergangen Jahr abgezeichnet hat, hat sich nicht bewahrheitet: Alle Plätze sind belegt.

Im vorigen Jahr wagte der Verein Mia bewegt, der den Niklasmarkt organisiert, die Budenstadt im Schlossgarten drei Wochenenden lang zu betreiben. Laut Diana Vierthaler aus dem Organisationsteam war das dann für den einen oder anderen Fieranten eine Herausforderung. Nicht alle wollten drei Wochen kommen.

Dazu sei der Niklasmarkt 2022 der erste gewesen, der nach Corona wieder in normalen Rahmen habe stattfinden können. Allerdings sei da in ihren Augen das grüne Licht relativ kurzfristig gekommen, so dass noch nicht alle Partner bereit waren. Jetzt einmal ganz abgesehen davon, dass die Pandemie den einen oder anderen Fieranten zum Aufgeben gezwungen hatte.

All das hatte dazu geführt, dass es weniger Verkaufsstände gab wie in den Jahren vor der Coronapause. So blieb der Brunnenhof im Gegensatz zu Jahren davor leer. Und es war jetzt durchaus zu befürchten, dass dieser Aderlass weitergehen würde und die Lücken zumindest nicht kleiner werden – wenn nicht gar größer.

Alle Kindergärten aus Abensberg sind dabei

Die Wahrheit beim diesjährigen Niklasmarkt ist nun eine ganz andere. Vierthaler betont, dass alle Plätze vergeben sind, so dass auch der Brunnenhof wieder Teil des Niklasmarktes sein wird. „Wir haben sogar eine Warteliste von Fieranten, die nicht zum Zug gekommen sind“, stellt sie fest. Das Ambiente im Schlossgarten überzeuge eben doch viele.

Auch sonst würden die Vorbereitungen problemlos laufen. Nicht nur die Verkäufer drängen in den Schlossgarten, auch die Bühne für das Rahmenprogramm füllt sich zusehends. „Heuer sind erstmals alle sechs Abensberger Kindergärten mit dabei“, freut sich Vierthaler.

So würden an jedem Donnerstag während des Niklasmarktes zwei Kindergärten auftreten. Mittlerweile ist es schon Tradition in Abensberg, dass das jeweilige Niklasmarkt-Wochenende durch Lieder von Kleinen aus den Kindergärten eröffnet wird. Guter Brauch ist es darüber hinaus, dass viele einheimische Musikgruppen während der drei Wochen auftreten.

Wie immer beginnt der Niklasmarkt am Donnerstag vor dem ersten Advent. Das ist heuer relativ spät im Jahr am 30. November. Was daran liegt, dass der 24. Dezember, heuer ein Sonntag, nicht nur Heilig Abend, sondern gleichzeitig der vierte Advent ist.

Turmweihnacht mit Frühstart

Wie immer beginnt der Niklasmarkt am Donnerstag vor dem ersten Advent. Das ist heuer relativ spät im Jahr am 30. November. Weil eben der 24. Dezember auch vierter Advent ist. tWer genau auf den Terminkalander blickt, dem fällt auf, dass diesmal die Eröffnungen von Turmweihnacht und Niklasmarkt relativ weit auseinanderliegen. Waren es 2022 gerade Mal zwei Tage, ist es diesmal mehr als eine Woche.

Denn die Turmweihnacht beginnt bereits am 22. November und nicht erst kurz vor dem ersten Advent, um auch heuer vier Wochen geöffnet sein zu können. Allerdings ist laut Carolin Wohlgemuth von der städtischen Marketingabteilung am 26. November, dem Totensonntag, nicht geöffnet. Grundsätzlich ist dieser Markt normalerweise während der vier Wochen immer mittwochs bis sonntags geöffnet. Dagegen müssen die Adventsfans beim Hüttenzauber auf dem Stadtplatz und der Krippenausstellung, die wieder im Kreuzgang zu bewundern ist, nicht umdenken. Beides startet wie üblich parallel zum Niklasmarkt um den ersten Advent herum.

Der Hüttenzauber findet seit einigen Jahren gleichzeitig mit dem Niklasmarkt statt. Bisher gab es dort kulinarisches Angebot und weihnachtliche Geschenkideen. Diesmal kündigt Wohlgemuth auch ein musikalisches Programm an, ohne dabei Details zu verraten.

Das ist in Abensberg in der vorweihnachtlichen Zeit geboten:

Turmweihnacht: Die Veranstaltung auf dem Gelände der Kuchlbauerbrauerei findet 22. bis 25. November, 29. November bis 3. Dezember, 6. bis 10. Dezember, 13. bis 17. Dezember sowie 20. bis 22. Dezember statt. Öffnungszeiten sind mittwochs und donnerstags 14 bis 21 Uhr, freitags 14 bis 22 Uhr, samstags 12 bis 22 Uhr sowie sonntags 12 bis 22 Uhr.

Krippenausstellung: Die Krippen im Kreuzgang sind vom 30. November bis zum 10. Dezember zu bewundern. Die Öffnungszeiten sind donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags von 14 bis 19 Uhr sowie sonntags von 13 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Am 10. Dezember ab 14 Uhr dürfen Kinder Krippen aus der Werkstatt von Sebastian Osterrieder bestaunen. Anschließend dürfen sie eigene Krippen gestalten. Gedacht ist das für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Die Teilnahme kostet vier Euro.

Hüttenzauber am Stadtplatz: Er findet vom 30. November bis zum 17. Dezember statt – und zwar donnerstags und freitags ab 16 Uhr sowie samstags und sonntags ab 14 Uhr.

Niklasmarkt: Die Veranstaltung findet an den ersten drei Wochenenden im Advent statt. Die Öffnungszeiten sind donnerstags16 bis 21 Uhr, freitags 16 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 22 Uhr und sonntags von 14 bis 21 Uhr.

Niklasspende: Dabei erhält jedes Kind einen Lebkuchen. Es gibt zwei Termine: den 30. November und den 7. Dezember jeweils gegen 18.30 Uhr.

Krampusshow: Die Labertaler Höllenteufel treten am 15. Dezember ab 20 Uhr auf dem Stadtplatz auf. Sie waren schon mehrfach zu Gast.