Regensburger Polizei bestätigt drei Sexualdelikte am Wochenende – eines davon war schwer

Die Regensburger Polizei bestätigt Straftaten im Bahnhofsumfeld. Einem 19-Jährigen wird ein schwerer sexueller Übergriff gegen einen anderen Mann vorgeworfen.
Die Regensburger Polizei hat auf Anfrage der Mittelbayerischen Zeitung bestätigt, dass innerhalb weniger Tage drei Sexualstraftaten im Bahnhofsumfeld gemeldet wurden. Die Vorfälle sollen sich vergangenes Wochenende ereignet haben. Zwei davon stuft die Polizei als sexuelle Belästigung ein, ein drittes Delikt dagegen als schwereren sexuellen Übergriff.
Regensburg: Sexuelle Übergriffe an drei Nächten hintereinander
Der erste Vorfall sei demnach in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Landshuter Straße geschehen, sagte Polizeisprecher Michael Zaschka. „Dieser Fall ist geringer einzustufen.“ Der zweite Fall habe sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignet. Auch hier handele es sich laut Polizei eher um eine sexuelle Belästigung.
Der dritte Fall wiege allerdings schwerer. Nach Angaben Zaschkas ermittelt die Polizei derzeit gegen einen 19-jährigen Tunesier. Er soll im Umfeld des Regensburger Bahnhofs einen 21-Jährigen sexuell attackiert haben. Ob es sich dabei um eine Vergewaltigung handelte, wollte der Polizeisprecher zunächst nicht sagen
Schwerer sexueller Übergriff in Regensburg: Täter auf freiem Fuß
Konkreter wird Zaschka am späten Dienstagnachmittag in seinem Pressebericht: Demnach lernten sich die beiden jungen Männer am Sonntag gegen 5 Uhr beim Fuchsengang an der Maximilianstraße kennen und kamen sich näher. Nach anfänglichen Zärtlichkeiten zwang der Jüngere sein Gegenüber zum Oralverkehr. Das Opfer wählte den Polizeinotruf. Daraufhin soll der Tatverdächtige den Mann geschlagen haben und geflohen sein. Der 21-Jährige verfolgte seinen Peiniger. Am Stobäusplatz nahm die Polizei den Mann schließlich fest. Ein Haftbefehl ist nicht erlassen worden.
Die Kripo bittet Zeugen des Vorfalls, sich unter 0941/5062888 zu melden. Jeder Hinweis könne von Bedeutung sein, hieß es in der Mitteilung der Polizei.