Mainburg baut eine Sporthalle für über 20 Millionen Euro

Von Wolfgang Abeltshauser · 30. Oktober 2023 um 11:00

Mainburg packt ein weiteres Großprojekt an. Bis 2026 soll auf dem Areal der Mittelschule eine im Grunde neue Sporthalle für mehr als 20 Millionen Euro entstehen. Wünsche Mainburger Vereine, die das Gebäude nutzen, sind dabei berücksichtigt.

Bei einer Gegenstimme hat der Mainburger Stadtrat jetzt für das Projekt in der von Planer Norbert Raith vorgestellten Form gestimmt. Die bestehende Halle soll an Ort und Stelle generalsaniert und erweitert werden. Der sichtbarste Unterschied zur jetzigen Situation würde dann sein, dass sich die Zahl der Plätze für Zuschauer von 300 auf 600 erhöht. Außerdem sollen laut Planer Norbert Raith selbsttragende Tribünen entstehen, so dass Stützpfeiler, die derzeit noch die Sicht von Zuschauern beschränken, nicht mehr notwendig sind.

Laut Raith und Bürgermeister Helmut Fichtner (Freie Wähler) war das nicht zuletzt der Wunsch Mainburger Vereine. Die waren laut Raith im Vorfeld gehört worden, um ihre Anliegen bei den Planungen darzustellen. Raith betont außerdem, dass dem jetzigen Projekt eine Machbarkeitsstudie vorherging. Dabei habe sich ein Neubau an anderer Stelle als das kostspieligere Vorhaben herausgestellt.

Bisher gibt es nur an einer Längsseite der Halle eine Tribüne. Künftig soll es an beiden Seiten Sitzplätze für Zuschauer geben. Unter anderem finden in dem Bau Handball- und Fußballspiele sowie Wettkämpfe im Bogenschießen statt.

Alte Fahrradhalle wird geopfert

Um die zusätzliche Tribüne unterzubringen, ist vorgesehen, die Halle nach Süden hin zu verbreitern. Die Fahrradhalle, die dort bisher steht, wird laut Fichtner ohnehin kaum noch genutzt. Trotzdem sei ein alternativer Abstellbereich für Räder auf dem Schulgelände vorgesehen. Innerhalb dieser Erweiterung soll laut Raith ein Konditionsraum entstehen, den es bisher ebenso noch nicht gebe. In diesen integriert werden soll die Kletterwand des Alpenvereins.

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Ein zusätzlicher Lagerraum, in dem unter anderem Feldbetten für den Katastrophenschutz untergestellt werden sollen, ist ebenso eingeplant. Gleiches gilt für ein Lager für Bühnenelemente für Veranstaltungen. Geheizt werden soll die Halle mittels einer Wärmepumpe, die wiederum über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ihren Strom erhalten soll. Die Umkleiden werden modernisiert.

Schulunterricht und Vereinssport sollen während der Bauzeit nicht leiden. Deshalb plant Raith, im kommenden Frühjahr eine Ersatzhalle auf ein kommunales Grundstück nahe der Schule zu errichten. Dieses Gebäude soll ab Herbst 2024 nutzbar sein. Nach der Bauzeit könnte es als Lager für die Kommune dienen – etwa für das Museumsdepot. Der Architekt rechnet damit, dass die generalsanierte Dreifachturnhalle zum Schulbeginn 2026/27 wieder einsatzbereit ist.

Disput über Stützen in Mainburg

„Die Schule sollte so wie geplant gebaut werden“, stellte Fichtner in der Ratssitzung fest. Allerdings kam diesbezüglich eine Debatte auf: Sowohl Annette Setzensack (ÖDP) als auch Maureen Sperling (CSU) bezweifelten, ob denn die stützenfreie Konstruktion wirklich notwendig sei.

Immerhin kostet das laut Raith der Stadt 800 000 Euro mehr als die Variante mit Stützen. Dagegen verteidigten unter anderem Edgar Fellner (SPD) und Thomas Kastner (CSU) diese Bauweise, für die man sich ja auch schon in einer früheren Sitzung entschieden habe. Letztendlich stimmte allein Setzensack gegen die vorgelegte Planung.