Brache auf dem Brandareal in Mainburg bleibt

Der Bürgerentscheid, auf das sogenannte Brandareal im Mainburger Süden eine Stadthalle zu bauen, ist wie berichtet gescheitert. Was mit der Brachfläche, die zu großen Teilen der Kommune gehört, in Zukunft geschieht, ist jetzt die Frage.
Neben der Brachfläche stehen ja auch noch die Hopfenhallen, die sich seit Jahrzehnten in städtischem Eigentum befinden. Auch für die ist eine Lösung zu suchen. Spätestens, wenn das geplante Logistikzentrum des hiesigen Hopfenhandels in St. Johann die Arbeit aufgenommen hat, stehen die Hallen endgültig leer.
„Sicherlich ist da ein Gesamtkonzept notwenig“, stellt Mainburgs Bürgermeister Helmut Fichtner im Gespräch mit der Mittelbayerischen fest. Wobei es schwer sein werde, die Hallen anderweitig zu nutzen. Es handle sich dabei in erster Linie um Betongerüste mit relativ niedrigen Zwischendecken. Das könne man etwa schwerlich Wohnungen hineinbauen, weil man tragende Zwischendecken nicht so ohne weiteres entfernen könne. Grundsätzlich gebe es durchaus Überlegungen, in was man das Gesamtareal, das zu großen Teilen brachliegt, verwandeln könnte. Die Stadt besitzt davon 16000 Quadratmeter. Es habe sowohl im Mainburger Stadtrat schon Debatten darüber gegeben als auch Gespräche mit dem Eigentümer der Teilfläche, die nicht der Kommune gehört.
Es gibt ein erstes Konzept in Mainburg
Es gebe sogar schon ein Grobkonzept. So sei laut Bürgermeister vorstellbar, die Brache mit Wohnungen und Verkaufsmärkten zu bebauen. Fichtner spricht konkret sozialen Wohnungsbau an, den man verwirklichen will. Da sei man sich mit dem weiteren Grundstückseigentümer einig.
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Dagegen will sich Fichtner ganz und gar nicht auf einen Zeitplan festlegen lassen. Arbeiten auf dem Brandareal kündigen sich in den kommenden Jahren erst einmal keine an. Denn noch müsse die Kommune kostspielige Pflichtaufgaben erledigen.
Der Bürgermeister nennt hier gleich einige Baumaßnahmen. Nach wie vor wolle man im Ortsteil Sandelzhausen eine neue Grundschule bauen, für die Mittelschule wird eine neue Sporthalle benötigt. Außerdem gebe es die Vorgabe, bis 2026 Ganztagsbetreuung für alle Schulkinder anzubieten.
Auch die Stadthalle muss warten
All das habe Vorrang – und danach würde erst einmal eine neue Stadthalle gebaut. Nach dem Bürgerentscheid bleibt es bei der vom Stadtrat beschlossenen Variante, die neue Halle anstelle des bisherigen Gebäudes am südlichen Ende des Griesplatzes zu errichten. Das war vor Jahrzehnten als Kino gebaut und genutzt worden.
Auch dieses Vorhaben muss sich danach richten, wann die Kommune die räumliche Situation für die Ganztagsbetreuung in der Stadt langfristig gelöst haben wird. Denn die neue Halle soll wie berichtet zum Teil auch auf dem Gelände Platz finden, auf dem derzeit noch das ehemalige AOK-Gebäude steht.
„Dort ist derzeit die Ganztagsbetreuung untergebracht“, berichtet Fichtner. Was so lange so bleibe, bis eine andere Lösung in Schulnähe gefunden ist.