Erlebnisspielplatz in Kallmünz: Mit Massen an Besuchern stapelt sich der Müll

Der neue Erlebnisspielplatz am Schmidwöhr ist in kürzester Zeit zu einem Publikumsmagnet geworden. Die im Sommer eingeweihte Anlage lockt die Besucher in Massen nach Kallmünz. Doch das sorgt auch für Probleme – mit Unmengen von Müll, der sich regelrecht stapelt.
Deshalb wurden kürzlich zwei Abfallkörbe aufgestellt. Viel zu wenig, sagen MZ-Leser. Bürgermeister Ulrich Brey sieht dennoch keinen Handlungsbedarf mehr.
Das Schmidwöhr ist seit jeher ein beliebter Platz: Nicht nur Kallmünzer, sondern auch viele Gäste genießen die Idylle am Ufer der Naab. Einen besseren Platz hätte man für den Erlebnisspielplatz kaum aussuchen können. „Der Zulauf ist extrem groß“, bestätigte Verwaltungsleiter Uwe Auburger, „aber da fallen auch Müllberge an, die keiner mehr bewältigen kann.“ Es gebe neben den zwei neuen Abfallbehältern mindestens vier oder fünf weitere in der näheren Umgebung. Diese würden Mitarbeiter des Kallmünzer Bauhofs auch an zwei Tagen in der Woche, immer montags und freitags, leeren.
Zulauf wird wetterbedingt abnehmen
Und daran soll sich laut Bürgermeister Ulrich Brey nichts ändern. Der Zulauf werde wetterbedingt sicher abnehmen, zumal einer der Verkaufsstände schließe. Häufigere Leerungen seien aus seiner Sicht nicht nötig, zumal sich bei ihm im Rathaus bislang niemand beschwert habe. Seit die beiden neuen Behälter aufgestellt wurden, falle durchaus mehr Abfall an, räumte er aber ein. „Offenbar lädt das dazu ein, seinen Müll dazulassen – man könnte den ja auch nur mitnehmen, wie sich das gehört“, so Brey.
Müllprobleme habe es auch früher im Sommer immer wieder mal gegeben, schildern Besucher offen. Seit Eröffnung des Kinder-Spielparadieses mit zwei Seilbahnen, großer Kletterburg, Sandkasten und Tipi, Schaukeln sowie zuletzt einer Picknickecke wimmelt es am Schmidwöhr in Kallmünz jedoch regelmäßig vor Menschen. Da sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Speisereste womöglich Ungeziefer locken.
Nachfolger wird das regeln
Das aber sieht Bürgermeister Brey in den Händen seines neu gewählten Nachfolgers gut aufgehoben: Der wird ab 1. Januar die Amtsgeschäfte im Kallmünzer Rathaus führen und „das dann schon regeln“, betonte Brey auf Nachfrage. Bis dahin werde der Bauhof weiterhin zweimal die Woche die Abfallbehälter leeren. „Das war von Anfang so geplant.“