Neuer Bürgermeister für Kallmünz: Martin Schmid (FW) gewinnt Wahl

Wer gewinnen würde, mochte keiner vorhersagen. Knapp werde es, da waren sich die Kallmünzer Wähler nach der Stimmabgabe einig. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl fiel dann jedoch relativ deutlich aus für den Herausforderer.
58,6 Prozent der Stimmen gingen an Martin Schmid (FW), er ist damit ab Jahreswechsel neuer Bürgermeister des Marktes Kallmünz. 1113 Wähler schenken ihm das Vertrauen nach zwei Amtszeiten von Ulrich Brey (CSU). Der Amtsinhaber verliert das Bürgermeisterbüro. Für ihn stimmten 786 Wähler. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,4 Prozent.
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Auffallend war das unterschiedliche Wahlverhalten zwischen den Wählern in den beiden Kallmünzer Stimmbezirken im Verwaltungsgebäude und der Schule auf der einen und den umliegenden Dörfern Dinau, Rohrbach und Traidendorf. In diesen hatte Bürgermeister Brey jeweils knapp die Nase vorn. In den Urnen in Kallmünz entschied sich die Wahl jedoch deutlich zugunsten von Schmid.
„Es ist mir eine Ehre, das Bürgermeisteramt zu übernehmen“, beschrieb Schmid sein Gefühl, nachdem ihm im Foyer der Verwaltung tosender Applaus gespendet worden war. Zahlreiche Weggefährten, Unterstützer und Gratulanten folgten ihm von der FW-Wahlparty zum Rathaus. Dort gratulierte Brey seinem designierten Nachfolger. „Ich wünsche Herrn Schmid alles Gute, dass er Kallmünz durch herausfordernde Zeiten führt“, sagte Brey, gestand aber auch: „Natürlich bin ich etwas enttäuscht über den Ausgang.“ Er habe zwölf Jahre lang sein Bestes für den Markt gegeben und wolle im kommenden Viertel Jahr sein Wirken als Bürgermeister zu einem guten Abschluss bringen.
Einladung an die CSU
Martin Schmid betonte, der Wahlerfolg sei ein Sieg für das Team Kallmünz, ein Kollektiv, dass sich über Parteigrenzen hinweg für gemeinsamen Fortschritt im Markt einsetze. Dabei sprach er eine explizite Einladung an die CSU- und Umland-Markträte aus, zu diesem Team zu stoßen.
Nach Sitzung des Wahlausschusses verkündete Wahlleiter Uwe Auburger nach langer Auszählung um 1.10 Uhr das Ergebnis. Trotz der späten Stunde war die Freie-Wähler-Siegesfeier in der Kulturschmiede mit rund 100 Gästen noch in vollem Gange.
Am Montag, dem Tag nach der Entscheidung, erwarteten den Realschullehrer für Deutsch und Sport seine Schüler, frei genommen hat er sich nach der Wahlnacht nur die ersten drei Schulstunden. Ab 1. Januar tauscht er die Riedenburger Schulturnhalle gegen das Kallmünzer Bürgermeisterbüro.