Am Montag im BR: Sinzingerin bei Jubiläumsausgabe der „Landfrauenküche“ zu sehen

Idyllisches Landleben, glückliche Tiere und gutes Essen – die Fernsehsendung „Landfrauenküche“ des Bayerischen Rundfunks feiert 15-jähriges Jubiläum und eine Bäuerin aus dem Landkreis Regensburg macht den Auftakt.
Am 30. Oktober zaubert Christin Ebenbeck ein leckeres Drei-Gänge-Menü und stellt ihren Hof in Dürnstetten bei Sinzing vor. Unsere Zeitung hat ihr vor der Ausstrahlung mal in den Kochtopf geschaut.
Und aus dem duftet es ganz herrlich. Christin Ebenbecks Brillengläser beschlagen, als sie sich über den Topf beugt und die brutzelnden Zwiebeln umrührt. Hier entsteht gerade ein schnelles Gulasch, eine übliche Mahlzeit im Hause Ebenbeck. „Ich liebe das Kochen, aber manchmal soll es einfach schnell gehen“, sagt die Landwirtin. Doch dank regionaler Zutaten, etwas Liebe und viel Koch-Erfahrung wird am Ende trotz wenig Aufwand ein echtes Schmankerl draus.
Pferd im Stall, Rind im Topf
Christin Ebenbeck betreibt mit ihrem Mann Andreas den Biohof Ebenbeck im winzigen Dorf Dürnstetten mit weniger als zwei Dutzend Einwohnern. „Wir haben auf jeden Fall mehr Tiere als Einwohner“, sagt Christin und lacht. Als das Paar 2019 übernahm, stellten sie die Rinderzucht auf Biolandwirtschaft um. Ihr Steckenpferd (im wahrsten Sinne des Wortes) ist aber ihre Pferde-Vollpension, der große Traum des Opas, den sich die Familie 1994 erfüllte. Dort kümmern sich die Ebenbecks um Reittiere von privaten Pferdehaltern. 97 Prozent des Futters, so werben sie, stammt dabei aus eigenem Anbau.
Zusätzlich zu dieser Vollpension haben die Ebenbecks selbst Pferde, Meerschweinchen, Schweine und viele andere Tiere. Für Kinder und Schulklassen bieten sie einen Erlebnisbauernhof, der Einblicke in die regionale Landwirtschaft schaffen soll. Außerdem arbeiten sie mit dem Kinderzentrum St. Vincent in Regensburg zusammen und lernen Kindern aus schwierigen Verhältnissen den liebevollen Umgang mit Tieren. Zu guter Letzt soll bald ein Hofladen mit regionalen Produkten und eigenen Fleischwaren auf dem Hof entstehen.
All das bedeutet vor allem sehr viel Arbeit. Deshalb hilft auch die ganze Familie mit. „Sie ist mir sehr wichtig, ohne Familie würde ein Hof nicht funktionieren“, sagt Christin Ebenbeck. Vier Generationen leben in dem Haus, Tochter Leonie packt schon mit an und Sohn Niklas ist auch bald dabei. Seit 1905 ist der Hof schon in Familienbesitz. Und nicht nur die Landwirtschaft erbten die Ebenbecks, sondern auch die Begeisterung fürs Kochen.
Mit altem Rezept überzeugt
Und ein ganz besonderes Rouladen-Rezept, das Christin Ebenbeck für die „Landfrauenküche“ aus der Vergangenheit in die Gegenwart bringen wird – so viel sei verraten. „Ich habe ein ganz enges Verhältnis zu meiner Oma gehabt“, sagt sie. Nun sei sie mit dem alten Rezept quasi „mit dabei“ im Fernsehen. Ob das Gericht bei den anderen Frauen ankommt, ist am 30. Oktober zu sehen. Die Dreharbeiten, das verrät Christin Ebenbeck, waren „eine Herausforderung, aber haben Spaß gemacht“. Vier volle Tage im Mai 2023 war das Kamerateam auf ihrem Hof.
Doch zurück zum Kochtopf: Während Ebenbeck erzählt, vollendet sie routiniert ihr Gulasch – die Familienmahlzeit für den Tag. Es ist Alltag bei den Ebenbecks: Christin ist als Hausherrin auch Herrin über die Küche. Und zwar, obwohl ihr Mann Andreas gelernter Koch ist. Und auch bei dem Drei-Gänge-Menü der Landfrauenküche half Andreas nicht mit, verrät Christin. „Das war schon alles ich selbst.“

