33-Jähriger fuhr wohl über eine rote Ampel: Radfahrer stirbt – Polizei sucht Zeugen

Von Philip Hell · 26. Oktober 2023 um 18:22

Tödlicher Unfall im Feierabendverkehr: Am Donnerstag gegen 16.30 Uhr starb ein Fahrradfahrer beim Zusammenstoß mit einem Kleintransporter in der Max-Planck-Straße unweit des BMW-Werks.

Dem Einsatzleiter der Polizei zufolge soll der 33-jährige Radler die Straße überquert haben, obwohl die Ampel Rot zeigte. Dabei wurde er von einem Kleintransporter erfasst. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Kleintransporters wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Regensburg: Radfahrer stirbt noch am Unfallort – Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sperrte den Unfallort weiträumig ab und vernahm erste Zeugen. Auf den Umleitungsstrecken kam es stellenweise zu Stau. Gegen 20 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. Ein Gutachter machte sich am Abend ein Bild von der Lage, um den Unfall zu rekonstruieren. Dabei kam auch eine Drohne zum Einsatz. Neben Polizei und Berufsfeuerwehr war auch die Werkfeuerwehr von BMW im Einsatz.

Am Freitag dauerten die Ermittlungen zum genauen Hergang laut einer Mitteilung der Polizei noch an. Die Beamten suchen nach Zeugen, die insbesondere zur Ampelschaltung Angaben machen können. Sie werden gebeten, sich unter 0941/506-2001 bei der Polizei zu melden.

Regensburg: Fünf tödliche Unfälle im Jahr 2023

Das Unglück in der Max-Planck-Straße ist der fünfte tödliche Unfall in Regensburg in diesem Jahr. Im Januar starben innerhalb von 43 Stunden zwei Frauen: Eine 78-jährige Fußgängerin kam in der Jakobstraße ums Leben; eine 49-jährige Radfahrerin in der Adolf-Schmetzer-Straße. Mitte Mai verunglückte eine 68-Jährige, als sie die Walhalla-Allee überqueren wollte. Im September kam ein 59-jähriger Motorradfahrer in der Franz-Josef-Strauß-Allee ums Leben. In allen Fällen wurden die Unfallopfer von Autofahrern erfasst.

2023 haben sich ungewöhnlich viele tödliche Verkehrsunfälle im Stadtgebiet Regensburg ereignet. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2022 gab es nur einen Verkehrstoten. 2021 waren es vier, 2020 zwei und 2019 einen.