Regensburg schaltet das Licht an – und dreht die Heizung auf

Von Juliana Ried · 22. Oktober 2023 um 05:00

Die Stadt Regensburg beendet einen Teil ihrer Energiesparmaßnahmen – und beleuchtet unter anderem das Alte Rathaus wieder. Die großzügige Home-Office-Regelung für städtische Mitarbeiter bleibt aber bestehen.

Es wird wieder heller in Regensburg und wärmer in den Amtsstuben: Die Stadt beendet einzelne Energiesparmaßnahmen, das teilte Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) in der Oktober-Sitzung des Stadtrats mit.

So werde die Beleuchtung an den historischen Gebäuden, also am Alten Rathaus, dem Theater am Bismarckplatz, am Dom und an der Steinernen Brücke, jetzt wieder eingeschaltet. „Da war die Energieeinsparung ohnehin vergleichsweise sehr gering“, sagte die OB. Dennoch hatte Regensburg daran relativ lang festgehalten. Im September hatte die Stadt mitgeteilt, dass sie damit knapp 45.000 Kilowattstunden Energie eingespart habe.

Die Straßenbeleuchtung in Regensburg wird nachts gedimmt

In den Straßen und in den Parkhäusern des Stadtwerks wird es allerdings nicht heller. Die Straßenbeleuchtung werde zwischen 21 und 6 Uhr gedimmt, trug die OB vor. In den Parkgaragen laufe die LED-Beleuchtung auf 50 Prozent. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Altstadt werde weiterhin um 22 Uhr abgeschaltet.

In den Bädern behält das Stadtwerk einen Teil der Energiesparmaßnahmen bei, wie Sprecher Martin Gottschalk Auskunft gibt: „Die Temperaturen im Schwimmerbecken und Wellenbecken bleiben gleich. Konkret betragen diese weiterhin 26 beziehungsweise 28 Grad.“ Zuvor waren es jeweils zwei Grad mehr. Im Warminnenbecken im Westbad habe es seit jeher 34 Grad. Allerdings gelte: „Anders als im vergangenen Winter bleiben die Warmaußenbecken im Bad und der Sauna in Betrieb.“

Die Rutschenzeiten blieben dagegen eingeschränkt: „Mit Blick auf die nur sehr wenigen Nutzer unter der Woche und unsere Bemühungen, auch weiter Energie zu sparen, haben wir entschieden, die Rutsche von Montag bis Freitagmittag nicht zu öffnen und dementsprechend auch nicht einzuschalten.“ Ab Freitagnachmittag laufe sie durchgehend und auch in den anstehenden Ferien.

In den städtischen Büros soll es wieder 20 Grad warm werden

Die Mitarbeiter der Stadt, insgesamt sind es mehr als 4000, sollen es in diesem Winter wärmer haben. In den städtischen Teeküchen gibt es wieder warmes Wasser, wie die OB die Stadträte informierte. Und die Stadt dreht die Heizungen hoch. Zwölf Grad soll es in den Fluren haben, 20 Grad in den Büros und weiterführenden Schulen und 17 Grad in den Turnhallen. Maltz-Schwarzfischer erklärte: „Es gibt jetzt keine Grundlage mehr zur Abweichung vom Arbeitsstättenrecht.“ Dabei hatte sich die niedrigere Raumtemperatur ausgezahlt: Im Vergleich zu früheren Heizperioden sparte die Stadt nach eigenen Angaben 443.100 Euro, 427 Tonnen CO2 und 2,11 Millionen Kilowattstunden Energie ein.

Die großzügige Home-Office-Regelung für städtische Mitarbeiter wird dagegen zur Dauereinrichtung. Der Energiekrisen-Stab bleibt bestehen, um kurzfristig zusammentreten zu können.