Monika Nagl aus Chamerau gewinnt bekannte TV-Show „Das große Backen“

Von Marie Campisi · 19. Oktober 2023 um 19:00

Mehrere Monate durfte Monika Nagl aus Chamerau nichts verraten. Jetzt steht fest: Der goldene Cupcake, der „Pokal“ von Das große Backen, geht in den Bayerwald. Die Hobbybäckerin erzählt, wie es jetzt für sie weitergeht und was im Finale schiefgelaufen ist.

Monika Nagl balanciert die oberste Tortenebene auf dem Kuchenheber. Auf der Arbeitsfläche sind bereits zwei Ebenen der grünen Torte aufeinandergestapelt. Auf dem Countdown laufen die letzten Minuten. Monika schürzt die Lippen. Ihr Blick haftet auf dem Backwerk, während sie es langsam über den anderen Ebenen platziert. Bestimmt zieht sie den Heber nach hinten: Die Finaltorte steht. „I bin heilfroh! I hoff sie bleibt a steh“, sagt Monika und streicht die grüne Tortencreme mit dem Heber glatt.

Wer am Mittwochabend, 18. Oktober, das Staffelfinale von Das große Backen (Sat.1) gesehen hat, weiß, dass Monikas Torte stehengeblieben ist – und dass sie zudem auch ziemlich gut geschmeckt haben muss. Denn die Chamerauerin hat die elfte Staffel des Backwettbewerbs gewonnen und sich in der TV-Show gegen neun Konkurrenten durchgesetzt. Damit gewinnt sie nicht nur den goldenen Cupcake und 10.000 Euro. Seit Donnerstag, 19. Oktober, steht auch das Backbuch der Sendung mit ihrem Gesicht auf dem Cover in den Buchläden.

Über 1000 neue Fans auf Instagram

Nach der Torten-Verkostung lautet das Fazit von Juror Christian Hümbs: „Für die Torte würde ich dich heiraten. Es ist so gut, ich hab Gänsehaut.“ Die 32-Jährige lacht, als sie den Moment Revue passieren lässt. Die Finalfolge wurde bereits im Juni gedreht. Bis Mittwochabend musste die gelernte Krankenschwester dicht halten. Seitdem reißen die Nachrichten und Glückwünsche nicht mehr ab. Genau wie die steigenden Followerzahlen auf Instagram: Über 1000 Personen haben sie bis zum Tag nach der Ausstrahlung neu abboniert. „Mein Instagram und Whatsapp explodieren. Ich komm gar nicht hinterher. Aber ich freu mich riesig, dass es so gut angekommen ist“, sagt Monika.

Insgesamt drei Aufgaben musste sie im Finale bewältigen. Gedreht wurden sie an separaten Tagen. „Ich war gar nicht so nervös“, erinnert sich Nagl. „Ich hatte eher ein sentimentales Gefühl, besonders am dritten Tag, weil ich wusste, dass dieses Abenteuer dann vorbei ist.“ Mehrmals flossen bei ihr deswegen die Tränen. Genossen habe sie das Backen im Zelt auf dem Gelände des Schloss Stülpe in Brandenburg aber dennoch.

Zitterpartie bei den Macarons

Neben der mehrstöckigen Finaltorte – bei Nagl eine Vanille-Cookie-Torte mit Beeren-Einlage und Schoko-Vanille-Torte mit Marzipan-Einlage – mussten die Konkurrenten zunächst mit zwei anderen Kreationen überzeugen: ein Würfel aus Macarons und ein Mousse-Törtchen mit einem Mirror-Glaze-Überzug und Schokoladenmürbteig. Monikas Macarons mit Kokosschokoladen-Ganache mit Mango-Maracuja-Kern werden zu ihrer größten Herausforderung im Finale.

Die Ganache gelingt ihr nicht wie gewohnt – woran genau es lag, weiß Nagl nicht. „Ich dachte, einfach weitermachen. Hauptsache es ist irgendwas da. Es ist absolut irre, dass der Macaron-Würfel am Ende gestanden ist“, sagt Nagl. Aber auch er wird von den Juroren für gut befunden.

Ab sofort im Verkauf: ihr eigenes Backbuch

Selbst hat die „Hobby“-Bäckerin das Finale schon am Wochenende mit Freunden geschaut. „Aber sowas kann man sich wahrscheinlich hundertmal anschauen“, sagt sie. Der goldene Cupcake, der „Pokal“ der Sendung, glänzt jetzt auf einem Regal in Monikas Backküche und erinnert sie an den Traum, den sie sich erfüllt hat. Denn die Show verfolgte sie seit Staffel 1. Eine Besonderheit an der Teilnahme sind für Nagl ihre Konkurrenten. Auch Monate nach Drehschluss seien sie noch täglich in Kontakt. „Da sind richtig schöne Freundschaften entstanden.“

Am Backen, besonders für Instagram, möchte Nagl jetzt unbedingt dranbleiben. Anfang Oktober hat sie ihr Kind bekommen und ist seitdem in Elternzeit – „ich hab einen tollen Mann und Unterstützung von der Familie, das Backen bringt man dann gut unter einen Hut“, sagt sie.

Jetzt will sie aber erst einmal in die Buchhandlung und das erste Backbuch mit ihrem Gesicht darauf kaufen. Neben Rezepten aus der Sendung sind auch Monikas eigene Kreationen dabei. „Das ist ein unfassbares Gefühl, ich kann das gar nicht beschreiben“, sagt sie. Ihr Herzensrezept im Buch ist, wie sie verrät, ihre mehrstöckige Finaltorte.

Mit den Konkurrenten hat sich die 32-Jährige gut verstanden: Sie stehen täglich in Kontakt. Fotos: Sat.1/Claudius Pflug
Die Macarons haben Nagl Schwierigkeiten bereitet. Fotos: Sat.1/Claudius Pflug