Irnsinger Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Von Wolfgang Abeltshauser · 12. Oktober 2023 um 19:00

Seit mehr als einem Jahr liefen Sanierungsarbeiten in der Irnsinger Pfarrkirche Maria Geburt. Auf 700 000 Euro taxiert Planer Hans Siegmüller die Kosten für die Arbeiten. Am Samstag ab 18 Uhr feiert die Pfarrgemeinde mit Ehrengästen das Ende der Maßnahme. Die Kirche wird wiedereröffnet.

Kirchenpfleger Engelbert Bauer schaut zufrieden auf das Gotteshaus. Das sei jetzt für die kommenden Jahrzehnte gerüstet. Bei einem gemeinsamen Termin mit Planer Hans Siegmüller und der Mittelbayerischen blickt er zurück auf die Arbeiten.

Die begannen eigentlich schon vor einem Jahrzehnt. „2015 haben wir die Außenfassade saniert.“ Der Pfarrgemeinde sei immer klar gewesen, dass im Innenraum auch Arbeit wartet. Immerhin waren die Kosten anders wie vielleicht in benachbarten Pfarrgemeinden nicht das Thema.

In Irnsing habe es lange Zeit einen Mitbürger gegeben, der sich klug um die Finanzen der Pfarrei gekümmert und das Geld gut angelegt habe. Es sei möglich, die 350 000 Euro, die wahrscheinlich selbst bezahlt werden müssen, aufzubringen. So habe man beispielsweise keine Spendenaktion gestartet. Die Diözese habe zugesagt, 40 Prozent zu geben. Dazu hoffe man, den Rest mittels Zuschüssen finanzieren zu können.

Erste Gespräche im Jahr 2020

2020 war es, als laut Bauer Bauexperten der Diözese die Kirche inspiziert haben. Die Liste der Arbeiten war durchaus lang. Das Wichtigste war erst einmal, die Elektroinstallation zu modernisieren. „Es gab Leitungen, die gar nicht geerdet waren“, nennt Siegmüller ein signifikantes Detail. Da gehe es dann auch um die Sicherheit. Dazu war die Heizung, mit der die Kirchenbänke gewärmt werden, defekt. Die alten Leitungen seien wohl an die 60 Jahre alt gewesen – schätzt Bauer.

Der gesamte Innenraum hat einen neuen Anstrich bekommen. Bei der Gelegenheit wurden alle Heiligenfiguren in der Kirche abgenommen und untersucht. Dort, wo es notwendig war, hat ein Restaurator Hand angelegt.

Ein wichtiges Detail ist der neue Ambo aus Stein, der laut Bauer vor wenigen Tagen in Irnsing angekommen ist. Der alte war aus Metall – und habe laut Siegmüller wenig hergemacht. Er wird von Generalvikar Roland Batz gesegnet werden, der beim festlichen Gottesdienst zur Wiedereröffnung den Bischof vertreten wird.

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Der Tabernakel, der bisher in der Apsis neben dem großen Kruzifix stand, hat jetzt weiter vorne in der Nähe der Kirchenbänke einen neuen Platz gefunden. Dabei sei es darum gegangen, das Kruzifix als zentralen Bestandteil des Altarraums zur Geltung zu bringen. Das Kreuz stellt den interessantesten Kirchenschmuck in Irnsing dar. Es ist fast lebensgroß und stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts.

Um ihm Raum zu geben, habe man auch einige Heiligenfiguren aus der Apsis in den hinteren Bereich des Langhauses platziert. Bei dieser Gestaltung habe man sich laut Siegmüller von Kunstexperten der Diözese beraten lassen.

Vereine sind mit dabei

Im diesem hinteren Bereich ist ein Freiraum entstanden. Dort waren früher weitere Kirchenbänke gestanden. Ehrlicherweise benötige man die laut Bauer nicht mehr, weil auch in Irnsing die Teilnehmerzahlen an Gottesdiensten zurückgegangen seien.

Der Kirchenpfleger hofft, dass beim großen Fest am Samstag alle Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen mit dabei sein werden – dazu Vertreter der beteiligten Firmen. Eingeladen sind unter anderem Bürgermeister Thomas Memmel und Landrat Martin Neumeyer. Nach dem Gottesdienst soll es eine weltliche Feier direkt am Irnsinger Gotteshaus geben.

Die Kirche im Neustädter Ortsteil Irnsing ist in Teilen mehr als 700 Jahre alt.
Diese Madonna stammt aus der Barockzeit.