Wohl doch kein Listen-Mandat für den Kelheimer FW-Politiker Dennis Diermeier

Von Martina Hutzler · 9. Oktober 2023 um 18:16

Nach aktuellem Stand vom Montagnachmittag wird der Landkreis Kelheim doch keine zwei oder gar drei Abgeordnete in den nächsten Landtag entsenden.

Wie berichtet, hat Amtsinhaberin Petra Högl (CSU) mit 36,9 Prozent Erststimmen ihr Direktmandat verteidigt. Mit 23,4 Prozent konnte der zweitplatzierte Dennis Diermeier hoffen, über die niederbayerische FW-Liste in den Landtag einzuziehen. Doch dafür dürfte der Landkreis Kelheim wohl zu klein sein.

Update vom Dienstag: Die Vermutung hat sich bestätigt: „Kelheims FW-Kandidat Dennis Diermeier schrammt knapp am Sitz im Landtag vorbei“

Niederbayerns FW stehen voraussichtlich sieben Mandate zu: das Landshuter Direktmandat für Hubert Aiwanger und sechs Listen-Mandate, für die sechs Kandidaten mit den bezirksweit meisten Gesamtstimmen. Naturgemäß holen Kandidaten im heimischen Stimmkreis die meisten Kreuzchen. In Kelheim mit „nur“ 88.537 Wahlberechtigten entsprechen Diermeiers 23,4 % „nur“ 15.148 Stimmen. Zum Vergleich kommt in Dingolfing-Landau (114.471 Wahlberechtigte) FW-Kandidatin Widmann mit 24,9 % der Erststimmen absolut auf 20.810 Stimmen. Diermeier bräuchte daher im restlichen Niederbayern überdurchschnittlich viele Wähler – das sei für ihn als „Newcomer“ wenig realistisch, sagte er am Montagnachmittag; Da fehlte noch von vier der neun Stimmkreise die Gesamtauswertung. Enttäuscht sei er jedenfalls nicht, so der 32-Jährige: „Mich freut mein verdammt gutes Ergebnis!“

Ähnlich wie bei Diermeier dürfte es bei AfD-Kandidat Christian Breu verlaufen.

Stimmkreis 203 Kelheim: So haben die Bürger bei der Landtagswahl in Bayern gewählt