Windpark in Lupburg: Militär muss Antworten liefern!

Wenn Soldaten ihr Land verteidigen sollen, müssen sie trainieren. Gleichzeitig brauchen wir die Energiewende, um dem Klimawandel zu begegnen. In beiden Fällen geht es um wichtige Ziele. Deshalb muss man im Einzelfall um eine Lösung ringen und darf Projekte nicht willkürlich ablehnen.
Genau dieser Eindruck drängt sich in Bezug auf den Windpark in Lupburg aber auf. Hier wird ein zwei Kilometer-Radius um eine beliebige Landmarke – die Autobahnausfahrt Parsberg – gezogen und das Gebiet für Windkraftanlagen komplett gesperrt. Antworten darauf, warum es genau zwei Kilometer sein müssen und nicht 1,8, gibt das zuständige Bundesamt genauso wenig, wie das Bundesverteidigungsministerium auf Briefe eines verzweifelten Bürgermeisters reagiert.
Und so bleibt auch die Frage offen, warum ein Tiefflugkorridor für einen Kampfpilot nicht 200 Meter weiter rechts oder links verlaufen kann. Zumal es im Zeitalter der Hochtechnologie technisch möglich ist, Windräder auf der einen und Düsenjets sowie Hubschrauber auf der anderen Seite zu koordinieren. Oder muss man im Ernstfall erst Windräder abreißen, damit der Kampfpilot im Kriegsgebiet navigieren kann?
Wenn auch noch aus Pilotenkreisen zu hören ist, dass sich Flieger nicht an der Autobahnanschlussstelle, sondern an dem großen gelben M orientieren, das 20 Meter entfernt weithin sichtbar einem Windrad gleich in die Höhe ragt, hört für mich die rationale Abwägung auf und fängt bürokratischer Irrsinn an.