Seit 40 Jahren gibt es die Freien Wähler in Neunburg – Hubert Aiwanger gratuliert

Von Max Schmid · 1. Oktober 2023 um 19:00

Die Freien Wähler (FW) Neunburg feierten am Samstag ihr 40-jähriges Bestehen. Stargast war der stellvertretende Ministerpräsident und FW-Landesvorsitzende Hubert Aiwanger.

Ortsvorsitzender Martin Scharf freute sich im vollbesetzten Pentinger Pfarrheim über den guten Zuspruch zur Jubelfeier. Den Besuch des Neunburger Bürgermeisters Martin Birner (CSU) wertete er als Zeichen der guten Zusammenarbeit im Stadtrat. Zu den Gratulanten zählte auch der frühere FW-Landtagsabgeordnete Joachim Hanisch, der an die positive Entwicklung der Freien Wähler in der Kommunalpolitik erinnerte.

FW stellten zehn Jahre nach der Gründung den Neunburger Bürgermeister

Bereits zehn Jahre nach der Gründung des Ortsvereins konnte man in Neunburg mit Wolfgang Bayerl den ersten Bürgermeister stellen. Hanisch nahm auch Stellung zur „Kampagne“ gegen Aiwanger, die ihn in Misskredit bringen sollte, den FW aber nicht geschadet habe.

Weitere Grußworte sprachen der stellvertretende FW-Kreisvorsitzende Albert Krieger sowie Richard Tischler und Verena Obermeier.

Zur Unterhaltung während der rund zweistündigen Wartezeit auf Festredner Hubert Aiwanger spielte die Blaskapelle Seebarner Gwirch auf. Auch eine Besichtigung der benachbarten Baustelle, auf der eine riesige Löschwasserzisterne errichtet wird, wurde kurzfristig anberaumt.

Trotz der Wartezeit war der Großteil der Besucher geblieben, um Aiwanger zu sehen. Auf Bitte von FW-Stadtrat Florian Meier trug sich Aiwanger in das Pentinger Stammtischbuch ein. Der FW-Chef gratulierte dem Ortsverein zum Jubiläum und dankte für die Geduld der Besucher, er sei bei einem Info-Stand in Landshut aufgehalten worden.

Das Markenzeichen Freie Wähler passe aktuell in die politische Landschaft wie die Faust aufs Auge. Mit ideologischen Randdebatten oder der Diskussion um ein Heizungsgesetz löse man die Probleme der Bürger nicht. Die FW hingegen vertrete Bürgerinteressen, sagte der Redner unter Hinweis auf frühere FW-Erfolge wie Abschaffung der Straßenausbausatzung und der Studiengebühren sowie Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums.

Eine Zustimmung der Bürger zur Politik werde es nicht geben, solange der Bürger überfordert werde und Probleme nicht öffentlich angesprochen werden. Aiwanger verwies auf derzeit rund eine halbe Million Pflegebedürftige in Bayern und forderte die wohnortnahe Unterbringung dieser Menschen.

Aiwanger will das Ehrenamt und den Zusammenhalt stärken

Das Ehrenamt und die nachbarschaftliche Situation müssten neu aufgestellt werden, nachdem während der Corona-Zeit das Denunziantentum Einzug gehalten habe. „Wir müssen wieder zusammenhalten“, rief Aiwanger die Gäste auf.

Aiwanger sprach sich für ganzheitliche politische Ansätze aus und verurteilte Nischenpolitik. Die „kommunale Denke“ müsse auch in die große Politik getragen werden. Weitere Themen seiner Rede waren die illegale Zuwanderung oder das Verbot für Verbrennungsmotoren, das nicht zielführend sei.

Dank und Anerkennung für die Mitglieder der Freien Wähler

40 Jahre: Hans Steinsdorfer

Weitere Ehrungen: Johann Becher, Georg Belkenhofer, Johann Deml, Georg und Irmgard Demleitner, Anneliese Dorrer, Walter Drexler, Johann Duscher, Johann Eckl, Georg Ertl, Alois Furtner, Johann und Theresa Götz, Konrad Hoch, Wolfgang Irlbacher, Erna und Johann Käsbauer, Anneliese und Johann Mehltretter, Karl-Heinz Neumeier, Klaus Pitschke, Regine Reichl, Ilona Rösch, Petra Schindler, H. Schneeberger, Gertraud und Josef Vetter

Gründungsmitglied Hans Steinsdorfer (3. v. l.) erhielt eine besondere Auszeichnung von Albert Krieger, Helga Mehltretter und Martin Scharf überreicht. Foto: Max Schmid