Viele Jahre engagierte sich Thomas Brandl im Teublitzer Stadtrat – Nachfolger kein Unbekannter

Von Werner Artmann · 29. September 2023 um 17:00

Nach 10.000 Tagen Tätigkeit wurde Thomas Brandl bei der Stadtratssitzung in Teublitz am Donnerstagabend aus dem Gremium zum verabschiedet. Zugleich wurde als Nachrücker Sven Sander (CSU) in den Stadtrat eingeführt.

Dieser hatte schon in der vergangenen Legislaturperiode dieses Ehrenamt inne. Wie Bürgermeister Thomas Beer in seiner Laudatio sagte, kam Brandl mit 23 Jahren – als jüngstes Mitglied in der Geschichte der Stadt erstmals auf der Liste der CSU – in den Stadtrat. 1996 hatte er auf Anhieb auf Listenplatz 11 1579Stimmen und damit Platz8 erreicht. Sechs Jahre später (2002) bestätigten ihn die Teublitzer mit 3856 Stimmen und er wurde von Platz 11 auf Platz 2 gewählt. Im Mai 2002 wählte der Stadtrat Brandl zum 2. Bürgermeister und Vertreter des damaligen Bürgermeisters Fink.

Stabile Wahlergebnisse seit 1996 erzielt

Auch weiterhin schenkten die Teublitzer Wähler Brandl ihr Vertrauen: 2008 von Platz 11 auf 3 mit 3280 Stimmen, 2014 von Platz 13 auf 3 mit 2762 und 2020 von Platz 19 auf 9 mit 1654Stimmen. Von November 1996 bis April 2002 war er Jugendbeauftragter der Stadt, daneben von 2002 bis 2020 Kreisrat für den Landkreis Schwandorf und von 2008 bis 2020 Bezirksrat. Seit 2015 gehört er auch dem Verwaltungsrat des Gemeinsamen Kommunalunternehmens Kommunale Bestattungen Burglengenfeld-Teublitz an. Für seine Verdienste um die Stadt Teublitz verlieh der Stadtrat Brandl 2008 die Bürgermedaille in Silber und 2020 die Bürgermedaille in Gold.

Wie Bürgermeister Thomas Beer feststellte, habe Brandl in all den Jahren um die richtigen Entscheidungen im Stadtrat mitgerungen und mit gestritten. Einrichtungen, wie das Feuerwehrhaus Teublitz, der Neubau des Bauhofes, die Dreifach-Sporthalle oder die generalsanierte Schule mit der Ganztagsbetreuung seien damals politisch umstritten gewesen. „Heute sind sie für uns selbstverständlich und aus dem Alltag von Teublitz nicht mehr wegzudenken“, so Beer.

In seiner langen Zeit im Stadtrat habe sich Brandl vor allem die große Hochachtung und Wertschätzung der Teublitzer erworben. Dies sei ein hervorragendes Zeugnis und eine Bestätigung seiner geleisteten Arbeit. „Wir wollen Herrn Brandls Abschied respektieren, auch wenn wir seine politischen Fähigkeiten und seine soziale Kompetenz im Rat verlieren und vermissen werden“, sagte Beer. Der Bürgermeister wünschte Dr. Brandl und seiner Familie viel Glück und vor allem Gesundheit auf ihrem weiteren Lebensweg.

Brandl dankte für die lobende Worte. Er habe das Mandat zum Wohle der Bürger mit Freude und auch Spaß ausgeführt. Auch im Stadtrat selbst habe eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit vielen interessanten und sachlichen Diskussionen stattgefunden. Brandl wünschte der Stadt für die Zukunft eine erfolgreiche und gedeihliche Aufwärtsentwicklung.

Anschließend wurde als Nachrücker der Listennachfolger Sven Sander (CSU) einstimmig in den Stadtrat berufen. Bürgermeister Beer begrüßte Sander als Rückkehrer, dem die Aufgaben und Pflichten des Stadtrats bereits bekannt seien und bot eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an.

Schon Erfahrung im Teublitzer Stadtrat gesammelt

Sander gehörte bereits von 2014 bis 2020 dem Stadtrat an. Einhergehend mit dem Ausscheiden Brandls aus dem Stadtrat, mussten auch seine Sitze in den Ausschüsse neu besetzt werden. Sander übernahm diese im Haupt- und Finanzausschuss, im Bau- und Umweltausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss, im Ferienausschuss, im Ausschuss für Kultur und Soziales und bei den Kommunalen Bestattungen Burglengenfeld-Teublitz.