Bräustüberl: Jetzt haben die Bewohner der Gemeinde Train das Wort

Von Lucia Pirkl · 27. September 2023 um 05:00

Immer wieder hatten sich die Trainer in der Vergangenheit eine Gastronomie mit Übernachtungsmöglichkeiten und einen Festsaal gewünscht. Das ehemalige Bräustüberl kam da immer wieder ins Spiel. Seit Jahren wird im Gemeinderat darüber diskutiert, ob und wie man das Bräustüberl wiederbeleben kann. Jetzt sollen sich die Bürger selbst ein Bild machen.

In einer Bürgerversammlung am kommenden Freitag stellen die Architekten drei Alternativen vor. Die Bürger können dazu Fragen stellen und diskutieren.

Das sind die Vorschläge:

• Variante eins: Bräustüberl wird beibehalten: Bei Alternative A wird das Erdgeschoss des alten Bräustüberls beibehalten. Ein ebenerdiger Anbau mit Foyer soll das Erdgeschoss mit dem neuen Dorfstadl als Festsaal mit Bühne und Nebenräumen verbinden. Das Bräustüberl soll verpachtet werden, der Dorfstadl gehört der Gemeinde. Ortsvereine und Bewohner können die Räume unentgeltlich nutzen, mit Ausnahme von Nebenkosten. Auch der Pächter des Bräustübersl kann den Dorfstadl nach vorheriger Absprache und gegen Entgelt anmieten. Städtebaulich ist der Dorfstadl auf das Wasserschloss ausgerichtet und bildet mit Foyer, Bräustüberl und Zehentstadl einen Raum für den baumüberstellten Biergarten.

• Variante zwei: Bräustüberl mit Zusatz: Zu dieser ersten Variante gibt es einen Alternativvorschlag A1: Der sieht vor, dass das Obergeschoss um etwa zwei Meter verbreitet würde, was Platz für mehr Zimmer schaffen würde. Im Erdgeschoss würde so ein überdeckter Freibereich entstehen.

• Variante drei: Anbau an den Zehentstadl: Die Alternative B wäre ein neuer Dorfstadl als Anbau an den bestehenden Zehentstadl im Vordergrund. So können bereits vorhandene Anlagen, wie beispielsweise WCs, im Zehentstadl mitgenutzt werden. Die alte Substanz des Bräustüberls würde dann für eine noch festzulegende Nutzung erst zu einem späteren Zeitpunkt umgebaut.

Die dritte Variante wär die billigere. Das Amt für ländliche Entwicklung hat zugesagt, die Maßnahme mit einem Beitrag von 600.000 Euro zu fördern. Die restlichen Kosten, die sich nach derzeitiger Schätzung und je nach Variante, zwischen 3,1 und 7.4 Millionen bewegen (vor Abzug der Förderung und ohne Einrichtung und Außenanlagen), müsste die Gemeinde schultern – Kosten, die in verschiedene Bauphasen gestaffelt in den Haushalt einfließen würden.

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„Seit Jahren planen wir und kommen nicht weiter“, sagt Bürgermeister Gerhard Zeitler. Das Bräustüberl und einen Dorfsaal, in dem sich Vereine treffen können, sieht er als Investition in die Zukunft, „das ist eine Daseinsvorsorge für die Gemeinde“.

In der Bürgerversammlung am kommenden Freitag um 19 Uhr im Zehentstadl will Zeitler sich im Hintergrund halten. Die Architekten werden die Entwürfe vorstellen und erläutern. „Dann hat die Gemeinde auch mal ein Meinungsbild.“ Wie es dann weitergeht, das solle heuer noch entschieden werden, sagt Zeitler.