Kommune Train steckt Millionen in die Straßen

Von Wolfgang Abeltshauser · 14. Januar 2023 um 19:00

Viel Geld hat die Kommune Train in der jüngeren Vergangenheit in den Straßenbau gesteckt. Ein Beispiel ist die Herrnstraße. Sie wird das weiter tun. Im Fokus liegt derzeit der Akazienweg, danach die Ortsdurchfahrt.

Seit Oktober laufen die Arbeiten am Akazienweg. Sie werden laut Bürgermeister Gerhard Zeitler 1,2 Millionen Euro verschlingen. Grundsätzlich handelt es sich um einen kompletten Neuaufbau von Trag- und Deckschicht. Außerdem wurden neue Kanal- und Wasserleitungsrohre unter der rund 250 Meter langen Strecke verlegt.

Das Gemeindeoberhaupt hofft, die Baustelle im März abschließen zu können. Bei Teilen des Gehweges müsse noch gepflastert werden. Außerdem fehlt noch die Beleuchtung, die ebenso komplett neu wird.

Die nächste große Straßenbaumaßnahme steht schon vor der Tür.

Arbeit an der Kreisstraße

Es gilt, die Ortsdurchfahrt zu sanieren. Da es sich hier um eine Kreisstraße handelt, gibt das Landratsamt bei der Fahrbahn die Maßgaben vor. Die Kommune kümmert sich um die Gehwege. Entsprechend teilen sich die Kosten zwischen den beiden auf.

Wie berichtet soll der Unterbau der Straße bleiben. Die Asphaltdecke wird erneuert. Wo es nötig ist, sollen Wasserleitung und Kanal erneuert werden. Am Ortsausgang Richtung Niederumelsdorf soll nach dem Willen des Trainer Gemeinderates eine Querungshilfe entstehen. Noch gebe es aber im Landratsamt darüber keine Entscheidung.

Die Brücke hat Vorrang

Nach jetzigem Stand der Dinge sollen zwei Bauabschnitte gebildet werden. Konkrete Arbeiten stehen hier aber erst 2024 an. Denn: Erst einmal müsse die Brücke über die Abens erneuert werden. Zeitler kann dafür noch keinen Zeitplan nennen. Feststehe aber, dass diese Arbeiten, die unter der Regie des Landratsamtes ablaufen, in diesem Jahr über die Bühne gehen sollen. Eine konkrete Kostenschätzung für den Anteil Trains an der Gesamtmaßnahme gibt es laut Zeitler noch keine. 2021 sprach man wie berichtet von rund 700 000 Euro.

Während der Bauzeit der Brücke ist die Strecke zwischen Train und St. Johann laut Zeitler komplett gesperrt. Umfangreiche Umleitungen sind die Folge. Der Verkehr müsse in der Bauzeit über Mallmersdorf und Neukirchen geführt werden. Sicherlich sei das für die Menschen aus den beiden Ortsteilen eine Belastung. Man könne es aber schlichtweg nicht ändern, wie Zeitler bedauert.

Die Arbeiten für die Brücke wirken sich noch anderweitig auf Neukirchen aus. Denn eigentlich hätte dort in diesem Jahr auch eine große Baumaßnahme starten sollen.

Straße wird komplett neu

Die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt wird nach den Worten des Bürgermeisters in das Jahr 2024 verschoben. Sonst könne der Umleitungsplan nicht umgesetzt werden. Grundsätzlich ist vorgesehen, die Straße von Grund auf neu zu machen. 2021 wurden die Kosten auf rund 600 000 Euro geschätzt.

Saniert werden soll nicht nur die Ortsmitte bei der Kapelle, sondern die gesamte Ortsdurchfahrt von der Bundesstraße 301 kommend bis zum Ortsausgang Richtung Siegenburg. Geplant wird mit einer Straßenbreite von fünf Metern. Die Arbeiten sind wie berichtet unumgänglich. So zeigen sich mittlerweile Längs- und Netzrisse im Asphalt.

In den Boden kommen soll eine neue Frostschicht, dazu mehrere Lagen Asphalt. Erneuert werden muss der Regenwasserkanal.Der von den Bürgern gewünschte Gehweg kommt nicht. Es gelang nicht, den dafür notwendigen Grund zu erwerben.

Arbeiten in Neukirchen an der Ortsdurchfahrt sind auf 2024 verschoben.
Beim Akazienweg geht es voran.