Kerstin Beckenbauer übernimmt das wichtige Amt beim Jubiläum der KLJB Sandharlanden

Es war ein „normaler“ Samstagnachmittag in Sandharlanden. Warum marschierte die Blaskapelle Grenzstoarucka, gefolgt von der Fahne und den Mädchen und Burschen der Katholischen Landjugend durch das Dorf? Sie waren unterwegs zu Kerstin Beckenbauer.
Vom 7. bis 9. Juni 2024 feiern sie ihr 100-jähriges Gründungsfest. Der erste Vorsitzende Benedikt Handschuh dachte sich, „die Kerstin hat vor zehn Jahren als damalige erste Vorsitzende ein großartiges Fest auf die Beine gestellt. Vielleicht ist sie bereit, dieses Mal die Festmutter zu machen?“
Sie zögerte keinen Augenblick, denn „so eine Ehre darf man nicht auslassen“, sagte sie. Und weiter: „Es ist noch eine sehr große Verbundenheit da zur Landjugend. I hab a große Freid, wenn i de junga Leid da seh, da kommt die Erinnerung wie es bei uns vor zehn Joar war. Es is was Schönes, wenn es junge Leid gibt, de sich da engagieren. Bei den Vorbereitungen ist mir wieder klar geworden, wos des bedeit, wenn a so a Landjugend am Ort do is.“
Ihre leichte Nervosität ließ sich Kerstin Beckenbauer aber bei der Begrüßung der KLJB-Abordnung, des Schirmherrn Florian Schierlinger, der Fahnenmutter Irmgard Distler und Freunde nicht anmerken. „Bevor wir es heit offiziell machen, müsst ihr aber noch zwei Aufgaben erledigen“, machte sie die Angelegenheit spannend. Wer kann die vier wichtigsten Dinge eines Festes mit einer Knetmasse formen, so dass es die KLJB-Mitglieder erraten können? Überraschend schnell wurden „Bier“, „Fahne“, „Festzelt“ und „Blasmusik“ erraten.
Etwas länger dauerte das chronologische Ordnen von 16 Bildern aus der 100-jährigen Vereinsgeschichte. So manches Ereignis wie Landjugendneuaufnahme, Johannifeier, Tanzkurs, Erstausgabe der KLJB-Zeitung, frühere Gründungsfeste und Ausflüge lag „vor der Zeit“ der jungen Mädchen und Burschen. Aber mit ein bisschen Raten und Unterstützung der Fahnenmutter Irmgard Distler wurde auch diese Aufgabe von der Kerstin als „gut gelöst“ bewertet. Deshalb wurde die Frage von Benedikt Handschuh „Kerstin, mogst du unser Festmutter sei?“ von ihr mit einem klaren Ja beantwortet.
Bei „pulled pork“ und zünftiger Musik der Grenzstoarucka ging die „Vorfeier“ zum Gründungsfest bis weit in den nächsten Morgen.
