Die städtischen Wohnanlagen in Cham-West sollen attraktiver gestaltet werden

Bald ist der erste Block der städtischen Wohnanlage mit den insgesamt 60 Wohnungen an der Gartenstraße und der Wolfgang-Schmidbauer-Straße saniert. Drei bleiben dann noch – doch der Blick der Stadträte am vergangenen Donnerstag richtete sich in den Innenraum der Anlage. Auch der soll neu gestaltet werden wie die Wohnungen selbst. Doch was passiert mit den Parkplätzen, die dort sind?
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Die sollen, soweit wie möglich, aus dem Innenraum der Anlage raus, um dort etwas mehr Grün für die Mieter zu schaffen und die Innenflächen attraktiver zu machen. Dabei soll jedoch keiner der bisher 24 Stellplätze – davon fünf in Garagen im Innenbereich, die bestehen bleiben – verloren gehen, wie Cham Stadtbaumeister Franz Pamler anhand eines Plans erläuterte.
Um Platz für Stellplätze zu schaffen, sollen stattdessen die mit wuchtigen Toren aus Beton gestalteten Einfahrten in den Innenhof beseitigt und der Raum für Stellplätze genutzt werden. Im Innenhof soll dann ein ansprechenderer Spielplatz als der jetzige entstehen und dazu neben viel Grün ein Pavillon als Treffpunkt der Mieter, um etwa gemeinsam „ein Bierchen zu trinken“, wie es Pamler ausdrückte.
Die parkenden Autos würden auf den weiterhin 24 offiziellen Stellplätzen geordnet untergebracht. Wobei er betonte, dass laut Stellplatzordnung hier eigentlich 90 Parkplätze geschaffen werden müssten, was aber unmöglich sei. Die Tore seien aus gestocktem Beton und etwa 70 Jahre alt. Die Sanierung der Elemente koste 20000 Euro, deren Beseitigung nur 10000 Euro. Daher empfehle er für die Verwaltung den Abbruch der Torelemente an beiden Eingängen, so Pamler.
Bürgermeister Martin Stoiber erläuterte, dass der Stadtrat beim Sanierungsbeschluss festgelegt habe, dass auch die Tore saniert werden sollten. Daher brauche es erneut eine Abstimmung, um den Abriss zu erlauben, da die Planung ergeben habe, dass es nicht anders gehe.
Claudia Zimmermann formulierte für die Fraktion von SPD und ÖDP einen Gegenantrag. Man habe „Bauchschmerzen“, die Tore wegzureißen, wolle daher gerne ein Tor erhalten. Dort, wo ein Behindertenparkplatz nötig sei, an der Schmidbauerstraße, solle das Tor weg, das andere solle bleiben, forderte Zimmermann.
Der Stadtrat beschloss mit 21:3-Stimmen den Verwaltungsvorschlag und lehnte den Antrag der SPD/ÖDP-Fraktion zuvor ebenso mit 21:3-Stimmen ab. Die Tore werden also fallen.
Chamer Stadtratsbeschlüsse
Hubsteiger: Einen Hubsteiger der Firma Palfinger aus Ainring bekommt der Bauhof. Das hat der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung mit Mehrheit beschlossen – Kostenpunkt 195000 Euro.
Haushalt: In der Stadtratssitzung am Donnerstag sollte eigentlich der Haushalt der Bürgerspitalstiftung verabschiedet werden, die derzeit das Seniorenheim St. Michael neu baut. Wohl auch deshalb beantragte Stadtrat Georg Kuchenreuter, die Abstimmung in die Oktobersitzung zu verlegen – um mehr Zeit zum Studium des Haushaltsentwurf zu haben. Der Stadtrat folgte dem mit 17:7-Stimmen.

