Lorenz-Zierl-Straße ist bis Ende 2024 gesperrt – wo in Furth im Wald jetzt noch gebaut wird

Wenn es so etwas, wie eine heiße Phase für die Landesgartenschau 2025 (LGS) gibt, dann beginnt die wohl am 25. September 2023. Am Dienstag haben die Verantwortlichen von Stadt und LGS bekannt gegeben, was dann alles in Angriff genommen wird.
Ab 25. September ist die Lorenz-Zierl-Straße gesperrt. Zunächst im ersten Bauabschnitt bis zum Burgtor. Der zweite Bauabschnitt zieht sich dann weiter bis in den Bereich Pfarrkirche. Ulrich Dölker, LGS-Projektleiter Bau sagt, dass bis zur Fertigstellung des gesamten Abschnitts Ende des Jahres 2024 anvisiert ist. Bis dahin wird dort kein Verkehr fließen. Das gilt wohl auch für den Drachenstichfestzug im kommenden Jahr. Zwar sind Sondernutzungen, wo es möglich ist, in begrenztem Umfang denkbar aber eine definitive Aussage kann man derzeit nicht treffen. „Wir werden uns das im 2. Quartal mit der ausführenden Baufirma Rädlinger ansehen“, sagt Bürgermeister Sandro Bauer, gibt aber auch zu bedenken, dass es wenig Sinn macht, den Zug durchzulassen, wenn die Zuschauer dann in der Baustelle stehen müssten. Deshalb denkt man über eine Umleitung des Zuges nach.
Massive Einschränkungen
Massive Einschränkungen müssen Eigentümer und Anwohner der Lorenz-Zierl-Straße hinnehmen. Doch seitens der Stadt möchte man alles tun, um die Situation so erträglich, wie möglich zu gestalten. Bei einer Informationsveranstaltung am Montag Abend sagte Bauer gegenüber den Eigentümern: Man sei immer bemüht einen Konsens zwischen Bauherren und den Meistbetroffenen der Maßnahme herzustellen. Dazu gehört ein Infoblatt mit allen wichtigen Ansprechpartnern rund um die Baustelle, das in den kommenden Tagen fertiggestellt wird. Ab Maßnahmenbeginn stellt sich die Situation laut Dölker so dar: Die bereits bestehende provisorische Brücken zum Parkplatz bei der Raiffeisenbank bleibt bestehen. Der Parkplatz dient als Pkw-Abstellmöglichkeit für Kunden der bestehenden Geschäfte in der Lorenz-Zierl-Straße. „Der Fußweg bleibt so lange es geht“, so Dölker. Und wenn es nicht mehr geht? „Dann muss man andere Wege finden.“
Seitens der Landesgartenschau hat man großes Vertrauen in die erfahrene Baufirma, die unkonventionelle Lösungen findet. Eine Sonderregelung gibt es für den Metzger vor Ort. Eine Anlieferung von frischen Waren ist über eine Brücke vom Späth-Gelände möglich. Der Zugang für Liefer- und Rettungsdienste ist ebenso gewährleistet. Auch der Bereich Wasserversorgung stellt kein Problem dar. Herwig Decker, einer der beiden LGS-Geschäftsführer sagt: „Die Versorgung mit Wasser ist nahezu immer gewährleistet. Erst wenn die neue Leitung erstellt ist, wird die alte vom Netz genommen.“ Über kurzfristige Unterbrechungen werden die Anwohner demnach rechtzeitig informiert.
Bauer: „Es ist uns allen bewusst, dass es massive Einschränkungen geben wird aber wir werden schauen, dass es so anwohnerfreundlich, wie möglich von statten geht.“ Während der Bauphase verläuft die empfohlene Umleitung in beiden Richtungen von der Bräuhausstraße über die Michael-Datzl-Straße und am Alfred-Peter-Platz zur Josef-Heigl-Straße. Kritik an der Dauer der Maßnahme entkräftet der Rathauschef so: „Würde es sich nur um eine Straßensanierung handeln, wären sechs Monate normal.“ Man müsse in diesem Bereich aber auch einen Bach und Brückenbauten beachten.
Ab Oktober beginnen weiteren Arbeiten am Hofergelände, inklusive Postgartenweg. Zunächst erfolgen Abbrucharbeiten, ab Frühjahr bis Ende 2024 soll die Maßnahme, sprich die Parkanlage dann fertig sein. Kräftig gewerkelt wird auch noch in diesem Jahr im Bereich der Festwiese und im Park vor dem Tagungszentrum ATT.
Brücken müssen weichen
Ab Anfang Oktober werden Baustraßen eingerichtet und -soweit notwendig - die Baufelder frei gemacht. Außerdem startet die Teichsanierung. Ab Ende Oktober werden die beiden Brücken am Zipperersteg abgerissen und Vorbereitungen für das LGS-Brückenbauwerk Loop und weitere Brücken getroffen. Genauer gesagt werden die tragenden Pfahlbauten errichtet. Damit ist der Schulweg über den Aldi-/Drogeriemarkt-Parkplatz abgeschnitten. Laut Bauer sollen Schulkinder über den Kreisverkehr stadteinwärts auf der rechten Bürgersteigseite bis zum Zebrastreifen am Volksfestplatz geleitet werden, dort die Straßenseite wechseln und über die Bräuhausstraße zur Schule gelangen.
Diese Firmen arbeiten für die Stadt Furth im Wald und die Landegartenschau
Bauausführendes Unternehmen für die Lorenz-Zierl-Straße ist die Firma Rädlinger aus Cham.
Das Ingenieurbüro Riedl aus Furth im Wald ist in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken für Wasser-, Kanal- und Stromarbeiten zuständig.
Gestaltung gestalterische Arbeiten im Zuge der Landesgartenschau im Bereich der Lorenz-Zierl-Straße obliegen LGS-Projektleiter Ulrich Dölker. Das Planungsbüro Planorama ist mit der Bauüberwachung für diese Arbeiten beauftragt.
Den Bereich Hoferinsel und Postgartenweg sowie Teichsanierung übernimmt die Further Baufirma Kolbeck. Für Baustraßen ist das Unternehmen Althammer (Pemfling) zuständig, das setzen der Pfähle (Pfahlgründung) übernimmt die Firma Schmid aus Marktoberdorf.

