Erster Badetag in Nittenau: Hunde hatten Riesenspaß im Freibad

Viele Hunde lieben das Wasser, und unsere Seen, Flüsse und Bäche sind für sie eine willkommene Gelegenheit, um sich zu erfrischen und im Wasser zu spielen. Hunde am Ende der Badesaison ins Freibad zu lassen, wird deshalb in einigen Städten schon seit Jahren praktiziert. Diese Idee griff nun Bürgermeister Benjamin Boml auf − und öffnete am vergangene Samstag zum ersten mal das Nittenauer Freibad für die Hunde.
Die Vierbeiner konnten austesten, wie denn das bei Menschen so beliebte Wasser im Freibad ist. Einige Hunde, so wie die kleine Pepper, fackelten gar nicht lange: Sobald ihr Herrchen den Stock ins Wasser geworfen hatte, sprang sie mit einem mächtigen Satz in das kühle Nass, um den Stock sofort zurückzubringen. Und, natürlich, um dann das Herrchen um eine Wiederholung anzubetteln.
Großer Andrang beim Hundeschwimmen in Nittenau
Andere dagegen, wie die Labrador-Retriever Hündin Nala, waren erst einmal skeptisch. Normal geht sie im Regen baden, wie Frauchen Elke Amann sagte, da gehe sie sofort rein. Aber das klare Wasser kannte sie nicht. Dieses Verhalten konnte man auch bei meisten anderen Hunden beobachten. Manchmal mussten die Besitzer selber ins Wasser steigen und ihren Lieblingen gut zu reden.
Aber einmal im Wasser, war ihnen der Spaß regelrecht anzusehen, den sie dabei hatten. Bürgermeister Benjamin Boml war selbst auch ins Freibad gekommen, um zu sehen wie dieser besondere Badespaß angenommen wird. Dass seine Idee gut angenommen werden würde, sei ihm schon sehr bald klar gewesen, da es fast ausschließlich positive Rückmeldungen gegeben habe, betonte er im Gespräch mit unserer Zeitung.
Aber dennoch, mit so einem Ansturm habe selbst er nicht gerechnet. Es sei eine wahre Freude, zu sehen, welchen Spaß die Hunde haben. Natürlich habe auch das gute Wetter dazu beigetragen, dass dieser Badetag ein großer Erfolg geworden sei. Die vielen Hunde waren auch total entspannt − und es gab kaum mal „Meinungsverschiedenheiten“ zwischen den Vierbeinern. Das dürfte sicher auch daran gelegen haben, dass an diesem Tag Herrchen und Frauchen selber sehr entspannt waren.
Welpen, kleine oder sehr ängstliche Hunde durften auch den Badebereich für kleinen Kinder nutzen, und so manche dieser Vierbeiner hat an dem Tag die ersten Erfahrungen mit dem Wasser gemacht.
Fotos gibt es auf der Homepage der Stadt zum Kauf – für einen wohltätigen Zweck
Dass die Besucher aber nicht nur aus Nittenau und der näheren Umgebung gekommen waren, zeigten die vielen Autokennzeichen auf dem Parkplatz. Einigen Besuchern ist eine Frau mit einem großen Fotoapparat am Beckenrand aufgefallen. Es handelte sich dabei um Renate Koller, eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die neben bei als Tierfotografin arbeitet.
Sie hat viele, schöne Fotos von den Hunden gemacht, die auf der Homepage der Stadt angesehen werden können. Diese Bilder werden auch verkauft. Der Erlös kommt zu hundert Prozent dem Verein Kitzrettung zu Gute.


