Mariensäule soll 2024 aufgebaut werden

Geduld ist weiter gefragt bei der Causa Mariensäule in Siegenburg. Allerdings ist jetzt ein großer Schritt in Richtung Sanierung des Wahrzeichens der Marktgemeinde getan. Bürgermeister Johann Bergermeier (UW) hofft auf eine Ausschreibung der Arbeiten noch in diesem Jahr. Es könnten die einzigen auf dem Marienplatz bleiben.
Die gute Nachricht vorweg: Das Sanierungskonzept, das für eine denkmalrechtliche Genehmigung beim Landratsamt eingereicht werden muss, ist fertiggestellt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Bergermeier jetzt mitgeteilt, dass es bereits bei der Behörde eingereicht ist.
Der Bürgermeister rechnet mit einer schriftlichen Genehmigung bis zum Frühjahr. Allerdings hoffe er, dass man mündliche Absprachen schon davor mit der Behörde treffen könne, so dass noch im Winter Ausschreibungen möglich wären.
Erstmals nannte er eine Kostensumme, mit der zu rechnen sei. „Die Schätzung liegt bei 300 000 Euro“, stellte der Rathauschef fest. Eine konkrete Kostenberechnung könne der beauftragte Planer noch nicht vorlegen, da dafür noch statische Berechnungen notwendig sind.
Siegenburg will Fördergeld
Liegen die vor und ist die Berechnung erledigt, können laut Bergermeier Förderanträge gestellt werden. Möglich seien da nach seinen Worten mehrere Adressaten – zum Beispiel das Landesamt für Denkmalschutz. Die Frage von Anita Mayer (CSU), wie viel den da zu erwarten sei, vermochte der Bürgermeister nicht zu beantworten. „Dafür bin ich kein Experte“, entschuldigte er.
Fest steht, dass die Säule nach Vorgabe des Denkmalschutzes wieder aufgebaut werden soll. Es gebe historisches Bildmaterial, an dem man sich laut Bürgermeister orientieren müsse. Die Säule soll um rund 15 Centimeter angehoben werden im Vergleich zur bisherigen Situation, um sie deutlicher hervorzuheben.
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Pflastersteine rund um die Säule sollen dem Bereich vom asphaltierten Rest des Marienplatzes optisch absetzen. Vier Bäume sollen rund um das Bauwerk gepflanzt werden – dazu noch sogenannte Bodendecker. Zukünftig soll die Mariensäule beleuchtet werden, wofür Bodenstrahler zum Einsatz kommen sollen.
Da es deshalb ohnehin Stromanschluss und außerdem Wasserversorgung für die Pflanzen bei der Säule unter den Boden müssen, schlug der Bürgermeister vor, hier gleich in größeren Dimensionen zu planen. Dann könnten die Siegenburger Vereine für die Versorgung ihrer Verkaufshütten bei den Festen auf dem Marienplatz profitieren. Auch da sind Strom und Wasser notwendig. Seit 2022 fehlte die Säule. Sie wurde abgebaut, nachdem im Herbst 2021 festgestellt wurde, dass das Fundament wackelte und die Säule umzustürzen drohte. Sie war schlichtweg abgesackt. Die Säule drehte sich, Steine lockerten sich aus dem Sockel.
Es rumorte in Siegenburg
Seither ist die Säule eingelagert. Schon damals rechnete Bergermeier wie berichtet damit, dass es mindestens bis 2024 dauern werde, bis das Wahrzeichen der Kommune wieder an seinen angestammten Platz kommt. Trotzdem rumorte es in der Bevölkerung, Bergermeier bat er immer wieder um Geduld, weil Vorarbeiten rund um so ein Objekt eben Zeit in Anspruch nähmen.
Vor einigen Jahren waren noch viel umfangreichere Arbeiten auf dem Marienplatz vorgesehen. Das Areal sollte komplett neu gestaltet werden – mit Brunnen und Aufenthaltsbereichen. Ursprünglich war sogar ein Kunstwerk vorgesehen. Allerdings gefiel keiner der bei einem Wettbewerb eingereichten Vorschläge.
Großes Konzept im Jahr 2019
2019 stellte man ein Konzept für die Umgestaltung vor, wollte Unterstützung über die Städtebauförderung. Doch dann kam Corona. Angesichts der finanziellen Unabwägbarkeiten gab man dem notwendigen Neubau eines Kindergartens und der Sanierung der Schule den Vorrang.
2022 gab es dann endgültig die Absage für das große Projekt. Bei der Bürgerversammlung vertrat Bergermeier die Meinung, nur punktuell Sanierungen anzugehen – etwa die Asphaltdecken zu erneuern. Daran hat sich bisher nichts geändert, jüngst wiederholte er dies. Beschlüsse dazu gibt es noch keine.