Landtagskandidat der Freien Wähler stellt sich vor: Von A bis Z mit Martin Scharf

Als langjähriges Mitglied des Neunburger Stadtrats Kreistagsmitglied und Fraktionssprecher der FW-Kreistagsfraktion fühlt sich Martin Scharf auch für den Landtag gut vorbereitet. Er ist der Direktkandidat der Freien Wähler im Wahlkreis Schwandorf. Für die MZ beantwortete er im Vorfeld ein Stichwörter-ABC.
A wie Asylpolitik: Asylberechtigten muss der Aufenthalt bei uns gewährt werden. Hingegen müssen Straftäter konsequent abgeschoben werden. Asylverfahren müssen beschleunigt werden.
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B wie Betreuungsplätze für Kinder: Es gilt, mehr Betreuungsplätze zu schaffen. Die Gemeinden müssen durch hohe Zuschüsse entlastet und unterstützt werden. Der höhere Bedarf an Personal muss durch eine kürzere Ausbildung und eine angemessene Entlohnung erfolgen.
C wie Cannabis: Ich bin gegen die Freigabe von Cannabis. Diese Droge ist die Einstiegsdroge für härtere Drogen, und es würde zu einer weiteren Belastung des Gesundheitssystems führen.
D wie Digitalisierung: Es herrscht noch Nachholbedarf. Leider gibt immer noch viele Funklöcher. Die Gemeinden müssen bei der Digitalisierung unterstützt werden, damit beispielsweise Behördengänge der Vergangenheit angehören.
E wie Energiewende: Wir setzen auf erneuerbare Energien. Alle erneuerbaren Energien, so Wind-, Wasser-, Solarenergie etcetera sind in gleichem Maß zu fördern. Die Wasserstofftechnik ist auszubauen. Wir müssen es schaffen, eine autarke Energieversorgung zu gewährleisten.
F wie Fachkräftemangel: Es muss geschafft werden, Bezieher von Arbeitslosengeld oder Bürgergeld in den Arbeitsmarkt überzuführen. Weiterhin soll Asylberechtigten schneller der Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht werden; dies würde zudem zu einer besseren Integration führen.
G wie (soziale) Gerechtigkeit: Für Familien mit einem geringeren Familieneinkommen ist der Zugang zu höherer Schulbildung schwieriger. Eine zusätzliche Förderung ist erforderlich. Ich setze allerdings auch auf Selbstverantwortung.
H wie drohender Hausarztmangel: In Neunburg hatten wir die Befürchtung, auf einen Hausarztmangel zuzusteuern. Der Stadtrat hat mit Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums die Voraussetzungen geschaffen, Ärzten gute Arbeitsbedingungen anzubieten. Ein zukunftsträchtiges Modell.
I wie Inflation: Die Inflation hemmt die Wirtschaft, da bei gleichbleibenden Löhnen die Kaufkraft gemindert ist. Die Löhne, insbesondere bei den niedrigen und mittleren Löhnen, sind in regelmäßigen Abständen anzupassen.
J wie Jugend: Wir haben eine Jugend, auf die wir stolz sein können. Größtenteils ist die Jugend motiviert und will ihren Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Wir müssen unserer Jugend die besten Voraussetzungen geben und sie in die Politik einbinden.
K wie Klimawandel: Dieses Thema ist in der Bevölkerung angekommen. Die Menschen denken darüber nach, wie mit Ressourcen besser umgegangen werden kann. Die Thematik sollte vermehrt bereits in den Kindergärten und Schulen Einzug finden.
L wie Landwirtschaft: Unsere Landwirte leisten hervorragende Arbeit. Es wird häufig von ausufernder Bürokratie berichtet. Hier muss – dies gilt auch für andere Bereiche – ein Abbau erfolgen. Vermehrt müssen wir in die Forschung von klimaangepassten Pflanzen investieren.
M wie Mieten und bezahlbares Wohnen: Der soziale Wohnungsbau muss gefördert werden. Bei auslaufenden Förderungen ist eine Verlängerung anzustreben, damit die Mieten länger niedrig gehalten werden können.
N wie Nahverkehr auf dem Land: In Flächenlandkreisen wie Schwandorf muss ein Bahnstreckenausbau erfolgen. Strecken sind zu optimieren und Verspätungen zu minimieren. Bei Wirtschaftlichkeit sollen stillgelegte Strecken aktiviert werden. Die Taktung bei Ruftaxis und Bussen muss erhöht werden.
Ostbayern und seine Wirtschaft: Ostbayern hat sich zu einer Vorzeigeregion entwickelt. Wir müssen allerdings weiter daran arbeiten, dass kein Stillstand eintritt. Stillstand bedeutet Rückschritt.
P wie Preise für Energie: Die Energiepreise sind zu hoch. Sie belasten insbesondere Familien mit niedrigem Einkommen und die Wirtschaft.
Q wie Qualifikation für das Amt: Als langjähriges Mitglied des Neunburger Stadtrats (21 Jahre), Kreistagsmitglied, Fraktionssprecher in Neunburg und der FW-Kreistagsfraktion habe ich sehr viel politische Erfahrung. Ich bin für den Landtag gut vorbereitet.
R wie Rechtsextremismus: Jede Form von Extremismus, sowohl Rechts- als auch Linksextremismus, lehne ich ab. Mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben.
S wie Schule und Bildung: Wir müssen beste Voraussetzungen schaffen. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Fächer wie Deutsch und Mathematik müssen intensiviert werden. Es müssen mehr Lehrkräfte eingestellt werden. Die Klassenstärken sind zu reduzieren.
T wie Teilhabe für Menschen mit Behinderungen: Mitbürgern mit Behinderung muss der Zugang zu allen Aktivitäten und zu Gebäuden ermöglicht werden. Alle Menschen müssen die gleichen Voraussetzungen haben.
U wie Ukraine: Sie muss unterstützt werden. Menschen aus der Ukraine wollen wir für die Zeit des Krieges ein Zuhause geben und beim Wiederaufbau tatkräftig mithelfen.
V wie Verantwortung: Ich will Verantwortung für die Bürger aus unserem Landkreis, der Oberpfalz und Bayern im nächsten Landtag übernehmen.
W wie Windkraft: Sie ist ein wichtiger Bestandteil für das Gelingen der Energiewende. Genehmigungsverfahren sind abzukürzen. Dabei ist eine Bürgerbeteiligung äußerst sinnvoll.
Z wie Zusammenarbeit in einer Koalition: Ob im Stadtrat, im Kreistag oder in einer Koalition, eine gute Zusammenarbeit ist für die Lösung von Problemen äußerst förderlich. Ich denke an das Sprichwort: „Durchs Redn kumma d’ Leit zamm.“
Zur Person Martin Scharf
Alter: 60 Jahre
Wohnort: Neunburg
Beruf: Rechtsanwalt
Familienstand: verheiratet
Kinder: drei erwachsene Kinder
Schönster Ort im Landkreis: „Für mich ist das Neunburg mit seiner Umgebung. Das ist meine Heimat. Hier fühle ich mich wohl.“
Wichtigstes Ziel nach der Wahl: „Miteinander die anstehenden Probleme angehen und gemeinsam Lösungen für ein besseres Bayern finden.“