Pfarrer Lucas Lobmeier beginnt sein neues Amt in Teublitz voller Tatendrang

Ein neues Kapitel in der Pfarrgemeinde Herz-Jesu wird ab dem 1. September aufgeschlagen: Als Pfarrer von Teublitz wird der 34-jährige Lucas Lobmeier die Geschicke der Pfarrei leiten und lenken. Dabei hat er sich viel für die Zukunft der Gemeinde vorgenommen.
„Mein Zukunftswunsch ist Menschen zu begegnen, die nicht nur neugierig auf den neuen Pfarrer sind, sondern Lust haben, Neues in der Pfarrei Herz-Jesu zu entdecken“, sagt der 34-Jährige. Lobmeier tritt somit die Nachfolge des bisherigen Pfarrers Michael Hirmer (47) an, der bekanntlich die Stadtkirchen in Burglengenfeld übertragen bekam.
Kurz vor der amtlichen Übernahme hatte die Mittelbayerische die Gelegenheit, mit Pfarrer Lobmeier über seine künftigen Aufgaben, Ideen und Pläne zu sprechen.
Der 34-Jährige ist in Regensburg geboren und in Tegernheim mit einem Bruder aufgewachsen. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Berufsausbildung bei dem Unternehmen Krones in Neutraubling. 2009 holte Lobmeier in der Spätberufenenschule Fockenfeld sein Abitur nach. 2012 trat er schließlich in das Priesterseminar in Regensburg ein, war ein Jahr zur Vorbereitung in Passau und studierte ab 2013 Katholische Theologie an der Uni Regensburg. Daneben absolvierte der 34-Jährige ein Auslandsjahr in Innsbruck und machte 2018 seinen Abschluss als Magister in Katholischer Theologie. Anschließend war Lobmeier Praktikant in St. Josef Weiden.
Angebot für das neue Amt kam im April
Am 8. Dezember 2018 erhielt er die Diakonweihe in Neustadt an der Donau und schließlich am 29. Juni 2019 die Priesterweihe im Dom zu Regensburg. Für seinen priesterlichen Lebensweg wählte er einen Vers aus dem Paulusbrief an die Römer: „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind.“ Unter dieses Motto stellte Lobmeier schließlich auch seine Primiz. Seit dem 1.September 2019 war Lobmeier Kaplan in St. Martin Sulzbach-Rosenberg.
Zum 1. September wird er nun von Bischof Voderholzer als Pfarrseelsorger mit dem Titel Pfarrer nach Teublitz beordert. „Sofort und sehr gerne habe ich das Angebot im April 2023 vom Ordinariat in Regensburg angenommen, die Pfarrei Teublitz zu übernehmen. Ich war von großer Vorfreude erfüllt, denn ich durfte erstmals eine eigene Pfarrei leiten und Chef in einem Pfarrhof sein,“ sagt Lobmeier.
Einzug in den Pfarrhof ging erfolgreich über die Bühne
Recht viel wusste er nicht von Teublitz, aber er hatte schon viel Positives von Pfarrer Hirmer, aber auch von seinem Priesterkollegen und Teublitzer Uli Eigendorf gehört. Erfreulich für ihn sei, dass er nun näher an seiner Heimat Tegernheim wäre – seine Verwandtschaft sei in Winkerling und Roding wohnhaft. In den vergangenen Tagen sei er beschäftigt gewesen mit den vielen Umzugskartons und dem Einzug in den Pfarrhof. Seit Juni sei er schon regelmäßig in Teublitz gewesen, um die Umzugsvorbereitung zu treffen, wobei zwischenzeitlich erste Kontakte entstanden seien, erzählt er.
So wurden schon Entscheidungen mit der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderat und der Pfarrsekretärin Waltraud Neumüller besprochen. Für die ersten Wochen würden viele Termine auf dem Kalender stehen. Personalmäßig wird die Pfarrei Herz-Jesu durch Pfarrer Lobmeier vertreten sein. Unterstützung erfährt er durch Diakon Heinrich Neumüller.
Trotz der baulichen, seelsorgerischen und planerischen Aufgaben, die auf Lobmeier warten, sei er voller Tatendrang. Da wäre etwa die Renovierung des Kirchenturms der Marienkirche in Saltendorf, die Planungen und Vorbereitung zur Sanierung des Kinderhauses und als Zukunftsthema die Sanierung des Pfarrheims. Lobmeier sei sich bewusst, dass er all diese Aufgaben nicht alleine bewältigen könne. Deshalb würden in den nächsten Wochen Gespräche mit den kirchlichen Organisationen und Verbänden, mit der Stadt und der Diözese auf der Agenda stehen. „Die größte Aufgabe für mich wird jedoch sein, die Menschen zu motivieren, sie wieder in die Kirche einzuladen, um den Glauben neu zu entdecken“, sagte der Geistliche.
Internationale Romwallfahrt im nächsten Jahr geplant
Pfarrer Lobmeier freue sich aber auf die Ministranten und Gruppen, die recht aktiv in der Pfarrei sind. Für diese halte er schon eine Überraschung bereit: Im nächsten Jahr findet die internationale Romwallfahrt statt, an der sich auch die Teublitzer Ministranten beteiligen werden.
Zusätzlich stehe für Lobmeier noch sein Engagement als Diözesankurat der Deutsche Pfadfinder St. Georg im Bistum Regensburg auf der Agenda. Auch in Teublitz sei die Gründung einer Pfadfindergruppe in Zukunft durchaus möglich, so der 34-Jährige. Die offizielle Amtseinführung findet am Sonntag, 1. Oktober, statt. Dazu ist um 16.45Uhr ein Kirchenzug mit den Pfarreigruppen, dem liturgischen Dienst und den Fahnenabordnungen zur Abholung des Pfarrers beim Pfarrhof vorgesehen. Um 17 Uhr ist die Begrüßung durch die Kirchenverwaltung.