Polizeiinspektion Burglengenfeld hat schon wieder einen neuen Chef

Die Spatzen pfiffen es bereits vom Dach: Die Polizeiinspektion im Städtedreieck bekommt ab September einen neuen Chef. Schon wieder, möchte man anfügen.
Mit Polizeihauptkommissar (PHK) Franz Wenig (50) gibt es seit dem Abschied von Egid Viehauser im Sommer 2019 bereits die fünfte Neubesetzung dieser Stelle. Drei davon waren freilich von vornherein nur als Zwischenlösung gedacht.
Wir erinnern: Viehauser, der die PI Burglengenfeld über sieben Jahre geleitet und sich in dieser Zeit zu einer Institution entwickelt hatte, ging 2019, nach rund 43 Dienstjahren, in den Ruhestand. Für ihn übernahm zunächst für einige wenige Monate sein Stellvertreter, Hauptkommissar Markus Schmitt. Noch im selben Jahr wurde die Aufgabe auf PHK Thomas Schmidt übertragen. Markus Schmitt stieg im Februar 2020 zum Chef der PI in Neunburg vorm Wald auf, Thomas Schmidt wurde im Mai 2020 von PHK Heiko Sedelmaier abgelöst – und ist heute Chef der Polizeistation in Waldmünchen.
Vergebliches Hoffen auf Kontinuität
Sedelmaier hatte in Burglengenfeld schon als stellvertretender Leiter fungiert. Als er als Chef der rund 50 Beamte zählenden Inspektion präsentiert wurde, konnte man durchaus den Eindruck gewinnen, als wäre dies endlich als Lösung für längere Zeit gedacht. Indes gab es nach genau zwei Jahren erneut einen Bruch.
Sedelmaier wurde ins Polizeipräsidium Oberpfalz abgeordnet. Der damalige Polizeipräsident Norbert Zink dankte für die „spontane Übernahme von Aufgaben“ in Regensburg, wo er dringend gebraucht werde. Nach einem halben Jahr würde er wieder zurückkehren, hieß es.
In der Zwischenzeit sollte sich Hauptkommissar Sebastian Lintl in Burglengenfeld als neuer Interimschef für Führungsaufgaben profilieren. Schon bald stellte sich jedoch heraus: Sedelmaier würde seine Karriere doch nicht in Burglengenfeld fortsetzen – und Lintl deutlich länger bleiben. Eine unverhoffte Chance also auf Kontinuität?
Schon bei der Präsentation des Sicherheitsberichtes im Mai deutete sich an, dass Sebastian Lintl möglicherweise doch bald abgelöst werden würde. Lesen Sie dazu: Polizeistatistik für das Städtedreieck mit einigen Fallstricken
Die Frage muss heute mit Nein beantwortet werden. Auch Lintls Tage sind im Städtedreieck gezählt. Mitte September werden er und Sedelmaier im Rathaus offiziell verabschiedet – und Hauptkommissar Wenig als neuer Dienststellenleiter vorgestellt.
Wenig arbeitete bereits international
Bereits am Freitag, 1. September, wird Wenig die Führung übernehmen. Seit November 2020 war der 50-jährige Familienvater stellvertredender Chef. In vielen Fällen entwickelte er sich auch für die Medien zum ersten Ansprechpartner.
Zuvor war Wenig für mehr als zwölf Jahre beim sogenannten Gemeinsamen Zentrum in Schwandorf eingesetzt gewesen, wo er seit 2007 zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik seinen Beitrag leistete.
Der damalige Polizeivize Thomas Schöniger, der heuer zum Präsidenten gekürt wurde, würdigte Wenig seinerzeit für seine Kompetenz. Der Hauptkommissar habe in den verschiedensten Bereichen auch viel Erfahrung gesammelt. Damit bringe er für seine neue Aufgabe in Burglengenfeld „beste Voraussetzungen“ mit. Mit der Benennung zum neuen PI-Leiter im Städtedreieck wird das nun bestätigt.