„Autofahrern eins reingedrückt“: Volksfest-Referent Düring kritisiert Neumarkter Polizei

Wenn in Neumarkt Volksfest ist, ist das für Franz Düring mit die schönste Zeit im Jahr – als Volksfestreferent kritisiert er im Nachgang nun scharf die Neumarkter Polizei.
Die hatte Strafzettel an jene Autofahrer verteilt, die ihr Fahrzeug nicht ordnungsgemäß, sondern auf Grünflächen abgestellt hatten und dies mit 55 Euro geahndet. Dass beim Volksfest nicht immer korrekt geparkt werde, sei schon immer so gewesen, sagt Düring. Bisher habe es dafür stets Verständnis gegeben, solange niemand behindert werde.
Düring: „So kann man ein wirklich tolles Volksfest kaputt machen“
Auch beim Schlossbad werde ja an besonders heißen Tagen ein Auge zugedrückt. Er verstehe es vollkommen, wenn beim Volksfest „zwischendrin geparkt“ wird – bei mehreren zehntausend Gästen. Beschwerden von Besuchern, dass einem mit einem Strafzettel das Feiern im Nachgang verleidet werde, seien nachvollziehbar. „So kann man ein wirklich tolles Volksfest kaputt machen.“
Dass die Polizei Verwarngelder verteile, um Autofahrer „zur künftigen Beachtung der Straßenverkehrsordnung zu sensibilisieren“ bedeute für ihn im Umkehrschluss, „dass man denen eins reindrücken will“, so Düring. Ob es wirklich keine Alternative zu der Höhe von 55Euro gebe, sei für ihn nicht klar. „Ich weiß nicht, ob es da nicht eine andere Möglichkeit der Preisgestaltung geben könnte“, so Düring. „Das sind ja 110 Mark.“
Parkplätze an Schulen zur Verfügung stellen
Um die Parkplatz-Situation beim nächsten Volksfest zu entschärfen, schlägt Düring außerdem vor, Parkplätze an den großen Schulen für die Allgemeinheit zu öffnen, da diese während der Ferien nicht benötigt würden. „So könnte man Entlastung schaffen.“