Ein Wärmenetz für Kirchdorf rückt näher

Die Gemeinde Kirchdorf arbeitet an einer bessern Infrastruktur für den Ort. Im Blick sind dabei die Energieversorgung und neuer Wohnraum.
Bürgermeister Franz Huber (UWG) hat ein Fernwärmenetz für die Bürgerinnen und Bürger fest im Blick. Eine erste Umfrage habe ergeben, dass 79 Haushalte Interesse hätten. Vorgesehen ist nach seinen Worten ein Heizkraftwerk, das mittels Holz oder eventuell Biogas betrieben wird.
In der jüngsten Ratssitzung berichtete Huber, dass für Oktober eine spezielle Bürgerversammlung geplant ist, bei der dann auch der eingeschaltete Fachplaner vor Ort ein soll. Danach müssten sich die Interessenten endgültig entscheiden, ob sie mit dabei sei wollen oder nicht.
Einen kleinen Rückschlag gibt es beim Thema geplantes Baugebiet. Ursprünglich hatte man gedacht, das Projekt mittels eines sogenannten beschleunigten Verfahrens abwickeln zu können. Konkret hätte das laut Huber bedeutet, dass man keine Ausgleichsflächen hätte nachweisen müssen.
Nun sehe die Rechtslage aber so aus, dass an einem normalen Aufstellungsverfahren kein Weg vorbeiführe. Deshalb einigte sich der Rat nun auf Ausgleichsflächen, die im Verfahren eingebracht werden sollen. Konkrete handelt es sich um zwei Flächen, die sich schon in Gemeindebesitz befinden.
Bäume bringen besonders viel
Eine der Flächen befindet sich entlang der Autobahn. Derzeit sei es noch ein von einem Landwirt bewirtschafteter Acker. Was dort genau gemacht werde, steht noch nicht fest. Huber sagte, wenn sogar ein Wald gepflanzt würde, müsse man unter Umständen nicht so viel Fläche aus Ausgleich bieten als sonst, da dies eine deutliche Verbesserung in Sachen Landschaftsschutz wäre.
Außerdem geht es um ein Areal am Ortseingang nach Allmersdorf. Diese Fläche könnte laut Bürgermeister zumindest mit zusätzlichen Obstbäumen aufgewertet werden.
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Durchaus erfreut zeigten sich die Räte über einen Antrag auf Bauvorentscheid für den Ortsteil Pickenbach. Dort soll auf einer alten Hofstelle neues Leben einkehren. Der neue Eigentümer will die derzeitigen Gebäude abreißen und stattdessen drei Wohnhäuser mit insgesamt 13 Wohnungen bauen. Das Areal befindet sich in einem Gebiet ohne Bebauungsplan. Ein Teil davon ist nach den Worten von Huber laut Flächennutzungsplan Mischgebiet, der Rest ist als Sumpfgebiet ausgewiesen. Dort sollen aber keine Häuser entstehen, der Eigentümer wolle die zum Teil sehr alten Bäume dort erhalten.
Angedacht sei ein Gemeinschaftsgarten, die alle künftigen Bewohner des Areals nutzen könnten. Huber nahm grundsätzlich das Wort Mehrgenerationenwohnen in den Mund, über das der Investor nachdenke.
Vorschreiben will der Gemeinderat dem Bauherrn jedoch, einen zweiten Kanalanschluss zu finanzieren. Denn für die Menge an Wohnungen sei der bisherige zu klein dimensioniert. Hingewiesen werde der Bauherr, dass es wegen des nahen Bauhofs nächtlichen Lärm, etwa wegen Winterdienstfahrten, geben könne.
Ein Backofen für Kirchdorf
Mithilfe des Förderprogramms für Kleinprojekte soll für die Kommune ein transportabler Brotbackofen angeschafft werden. Der Bürgermeister berichtete, dass dies konkret der Obst- und Gartenbauverein umsetzen will. Es stehen Kosten von etwa 9000 Euro im Raum.
Saniert werden soll die Zufahrt zum Bauhof in Pickenbach. Konkret wird der Unterbau neu angelegt, wofür laut Beschluss einer Firma aus Kirchdorf rund 9000 Euro bezahlt werden soll.
Ein Landwirt will, um den mittels der Photovoltaikanlagen auf seinen Dächern produzierten Strom abtransportieren zu können, ein Kabel unter der Hauptstraße verlegen, um so den nächstmöglichen Trafo zu erreichen. Jetzt gab es vom Gemeinderat das grüne Licht dafür.
Voraussetzung sei aber, dass die Arbeiten fachgerecht ausgeführt werden und die Kommune den Kabelgraben abnimmt.
Termin für die kommende Sitzung
Die nächste Sitzung des Gemeinderats findet laut Bürgermeister Franz Huber am 27. September um 19.30 Uhr in der Gemeindekanzlei statt. Ausgezeichnet werden sollen dann fünf Absolventen verschiedener Schulen, die ihre Abschlussprüfungen mit einer Eins geschafft haben