Kirchdorf setzt auf ein mobiles Messgerät in der Straße „Am Sonnenhang“

Von Lucia Pirkl · 6. Juli 2023 um 05:00

Die Bewohner der Straße „Am Sonnenhang“ in Kirchdorf fühlen sich von Rasern belästigt. Die Gemeinde setzt jetzt auf eine schnelle Lösung.

Vor allem Fragen um den Verkehr und um die Sicherheit beschäftigten die Gemeinderäte bei der vergangenen Sitzung.

Zuerst aber standen Bauangelegenheiten auf der Tagesordnung. Die Räte winkten drei Bauanträge durch. Nichts einzuwenden hatten sie auch zu einem Antrag zur Kabelverlegung für eine Photovoltaik-Anlage auf Gemeindegrund.

Großtagespflege im Gemeinschaftshaus: Kirchdorf schafft Platz für die Kleinsten

Schon des öfteren war der Verkehr in der Straße „Am Sonnenhang“ Thema im Gemeinderat. Anwohner hatten sich mehrmals über zu schnelle Fahrer beschwert. Auch die Polizei war dafür vor Ort, auf eine Stellungnahme wartet die Gemeinde aber immer noch.

Bürgermeister Franz Huber hofft auf Abschreckung

Um die betroffenen Bürger nicht im Regen stehen zu lassen, hat der Rat nun beschlossen, ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät zu kaufen. Das mobile Gerät kann man an unterschiedlichen Standorten einsetzen. Nach dem Einholen von Angeboten hat Huber nun ein Gerät bestellt, dass „hoffentlich in den nächsten Wochen kommt“. Das Gerät wird über Solarzellen versorgt und hat einen Speicher. Mit einer speziellen Software, die man dazu kaufen müsste, wäre es möglich, die Daten auszulösen, sofern man wirklich wolle. Mit dem mobilen Gerät, das die Geschwindigkeit anzeigt, erhofft sich Huber, Schnellfahrer etwas abschrecken zu können, ohne bauliche Veränderungen an der Straße vornehmen zu müssen.

Zu mehr Sicherheit im Verkehr soll auch ein Spiegel bei der Ausfahrt beim Vereinsheim beitragen. Bisher war das Einfahren in die Straße etwas unübersichtlich, ein Spiegel soll Abhilfe schaffen und ist bereits bestellt.

Um das Thema Sicherheit drehte sich auch der nächste Punkt auf der Tagesordnung. Bei einer Spielplatzbegehung nahm eine unabhängige Prüffirma kürzlich die beiden Spielplätze genauer unter die Lupe, darunter auch der, der von der Großtagespflege genutzt werden wird. Fazit: Die Spielplätze haben keine größere Mängel. Ein paar kleine Änderungen gilt es dennoch umzusetzen: An manchen Stellen müssen Schrauben nachgezogen, ein Balken ersetzt und bei einem ebenerdigen Fenster an der Feuerwehr nebenan ein Fallschutzgitter eingezogen werden. Bei etwaigen Stürzen soll so vermieden werden, dass das Glas bricht und sich ein Kind an den Scherben verletzt. „Ich bin ganz froh, dass da ein Experte kommt und drüber schaut und das in einem Protokoll festlegt“, sagt Huber. Eine unabhängige Person habe einen anderen Blick, „da kann man auch was mitnehmen an Infos, man wird ja nur besser dadurch“, ist Huber überzeugt.

Getriebeschaden bei der Feuerwehr muss behoben werden

Auch der nächste Punkt auf der Tagesordnung drehte sich um die Sicherheit, und zwar die im Brandfall. Das Feuerwehrauto hat ein Getriebeproblem, „und das, obwohl es erst etwas mehr als 5000 Kilometer gefahren ist“, sagt Huber. Um den Austausch des Getriebes kommt die Gemeinde nicht umhin, vor allem, um zu gewährleisten, dass das Fahrzeug im Ernstfall auch ohne Probleme einsatzbereit ist. Weil das Fahrzeug aber Baujahr 2015 ist, fällt es aus der Kulanz raus. Deshalb wandte sich Huber mit der Bitte um eine Sonderkulanz ob der geringen Laufleistung an MAN. „Wir hoffen dass wir da mit den Reparaturkosten von etwa 6000 Euro etwas herum kommen.“

Letzte Vorbereitungen für die Großtagespflege:

Schnuppertag: Die Vorbereitungen für die Großtagespflege in Kirchdorf (wir berichteten) ist in den letzten Zügen. Im September sollte sie starten, bald können Eltern, die das Angebot für ihre Schützlinge nutzen wollen, einen Schnuppertag machen. Die Schlüsselübergabe an das Personal hat bereits stattgefunden, die ersten Möbel wurden angeliefert.

Letzte Arbeiten: Jetzt muss noch ein Häuschen für den Böllerwagen her, „wir freuen uns riesig auf den September“, so Bürgermeister Franz Huber, für den das alles noch Neuland ist.