Großtagespflege im Gemeinschaftshaus: Kirchdorf schafft Platz für die Kleinsten

Kirchdorf will in den kommenden Jahrzehnten vor allem auch für junge Einwohner attraktiv bleiben. Was denen bisher noch fehlte, soll ab September kommen: Im Gemeinschaftshaus können dann auch die kleinen Kinder im Alter bis zu drei Jahren betreut werden, und zwar in Form einer Großtagespflege.
Im Unterschied zu einer normalen Krippe müssen in einer Großtagespflege keine Kinderpfleger oder Erzieher beschäftigt werden. Meist sind es Tagemütter, die für ihre Aufgabe vom Träger ausgebildet wurden. Für Kirchdorf sei die Großtagespflege eine gute Lösung, „denn zum Einen sind Kinderpfleger und -erzieher derzeit schlecht zu bekommen und zum Anderen muss es ja für die Eltern noch bezahlbar sein“, sagt Bürgermeister Franz Huber.
Probetag im Juli in der Großtagespflege Kirchdorf
Der Vertrag mit dem BRK ist bereits unterschrieben. Am 4. Juli um 18 Uhr haben Eltern nun Gelegenheit, dem Träger Fragen zu stellen und am 19. Juli können die Kleinen bei einem Probetag hineinschnuppern.
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Bis dahin ist im Gemeinschaftshaus, in dem die Großtagespflege untergebracht werden soll, noch ein bisschen was zu tun. Das Mobiliar ist bereits bestellt, „wir warten täglich auch die Anlieferung“. Mit kleineren Umbauarbeiten soll das Gebäude, das bisher Vereinen als Treffpunkt diente, für den neuen Zweck gerüstet werden.
Eine Küche ist ja bereits vorhanden und der Spielplatz in unmittelbarer Nähe sei auch erst neu gestaltet worden. Der Frauenbund und andere Vereine könnten dann künftig ihre Sitzungen im Raum oberhalb des Dorfladens abhalten. „Wir werden da etwas jonglieren“, sagt Huber, „aber wir sind glücklich, dass wir keinen Leerstand und alles ausgenutzt haben an Räumlichkeiten.“
Die Großtagespflege sei für ihn noch ein bisschen eine Wundertüte, mein Huber, denn „wir fangen ja bei Null an“.
Erfahrene Partner in der Großtagespflege
Aber mit dem BRK, das auch schon andernorts im Landkreis die Großtagespflege anbietet, habe man einen erfahrenen Partner an der Seite. Zeitgleich könnten jetzt acht Kinder und insgesamt 15 Kinder betreut werden – nicht alle Eltern buchen an den gleichen Tagen. „Wir starten jetzt mit einer Betreuungszeit von 7.30 bis 13.30 Uhr und schauen dann mal, wie es sich entwickelt, ob wir die Buchungszeiten verlängern müssen. Ich bin auf jeden Fall froh und optimistisch und hoffe, dass das Angebot auch genutzt wird“, sagt Huber. In den kommenden Jahren könne man das Angebot bei Bedarf gegebenenfalls auch weiter ausbauen.
Sonstige Themen der letzten GemeinderatssitzungAm weißen Marter:Die Auftragsvergabe für Kanalarbeiten im Baugebiet „Am weißen Marter“ wurden vertagt, die Auftragssumme ist zu hoch, die Gemeinde braucht mehrere Angebote. Zudem stehen noch Bodenproben aus, aber hier sei eine Firma beauftragt.
Mitte Juni erhalten die Bewerber für die Bauparzellen ein Formular, in dem sie den gewünschten Bauplatz markieren können.
Feuerwehr:Die Feuerwehr bekommt ein Füllbecken, um etwaige Flächenbrände schneller löschen zu können und zudem einen Standrohradapter für den Anschluss an einen Unterflurhydranten.
Tempo 30:Um die Verkehrssituation in der Straße „Am Westenfeld“ lösen zu können, wartet die Gemeinde auf eine Stellungnahme der Polizei. Die war zu einem Ortstermin gekommen. Anwohner hatten sich über zu schnelle Fahrer beschwert, „wir wollen uns als ersten Schritt einen Geschwindigkeitsmesser zulegen“, sagte Bürgermeister Franz Huber.
Bürgerversammlung:Die Resonanz der Bürgerversammlung war sehr positiv. Am 6. Juni um 14 Uhr will Huber eine kleine Bürgerversammlung für Senioren im Rahmen des Seniorennachmittags beim Rieder anbieten