Süßspeise aus Kartoffelteig: Diese Wespennester sind die pure Gaumenfreude

Von Isabell Dachs · 13. August 2023 um 05:00

Bei Wespennest denken wir zuerst einmal an die Behausung lästiger Insekten, die uns im Sommer unser Essen streitig machen. Wir zeigen in diesem Beitrag ein Wespennest, das völlig ungefährlich ist und einfach nur gut schmeckt.

Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, ein verlassenes Wespennest genauer zu betrachten, der wird feststellen, dass die kleinen schwarz-gelb gestreiften Tiere wahre Baumeister sind. Tatsächlich handelt es sich bei ihren Nestern um sehr filigrane Bauwerke aus papierähnlichem Material, das für die Tiere stabil genug ist.

Nehmen wir es in die Hand, zerdrücken wir es sehr leicht, da die Wände äußerst dünn sind. Zum Bau fressen die Arbeiterinnen Holzfasern ab und vermengen diese mit ihrem Speichel, woraus dann die Baumasse entsteht.

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Viele Menschen haben Angst vor Wespen, da ihre Stiche, mit denen sie sich bei Gefahr wehren, sehr schmerzhaft sind und heftige allergische Reaktionen auslösen können. Wer ein Wespennest im Haus oder im Garten hat, darf es tatsächlich nicht einfach entfernen und die Tiere töten, da sie unter Naturschutz stehen. Nur wenn die Tiere zur unmittelbaren Gefahr werden, darf ein Schädlingsbekämpfer eingeschaltet werden, der das Nest mit Insektiziden behandeln oder samt Staat an einen anderen Ort umsiedeln kann.

Friedlich nebeneinander

Macht uns die Lage des Nestes keine Schwierigkeiten, können wir einfach bis zum Winter warten, dann kann es gefahrlos abgenommen und entsorgt werden. Tatsächlich überlebt bei den Wespen nur die Königin, die an einem geschützten Ort überwintert, das Volk stirbt. Ein verlassenes Nest wird kein zweites Mal bewohnt.

Ein friedliche Miteinander im Sommer kann möglich sein, wenn wir uns an bestimmte Regeln halten. Denn Wespen haben durchaus eine Funktion als Nützlinge im Garten, da sie viele Raupen und andere Insekten fangen, die sie zur Aufzucht ihrer Jungen brauchen.

In Gegenwart der Tiere sollten hektische Bewegungen und Erschütterungen vermieden werden, um sie nicht unnötig in Aufruhr zu bringen. Fliegengitter verhindern das Eindringen ins Haus. Im Freien sollte nicht direkt aus geöffneten Flaschen oder aus Bechern getrunken werden, beziehungsweise sollte diese abgedeckt werden, vor allem, wenn es sich um süße Getränke handelt. Tatsächlich ist es so, dass Wespen am Anfang des Sommers eher Fleisch lieben und erst im Spätsommer auf Süßes fliegen. Das liegt daran, dass die Königinnen bis Mitte des Sommers Eier legen, aus denen erst Larven und dann Wespen werden. Die jungen Larven brauchen viel Eiweiß, weswegen die erwachsenen Tiere vor allem Fleisch als Futter suchen. Wenn die Larven nicht mehr versorgt werden müssen, wird Süßes bevorzugt.

Einem bewohnten Nest sollten wir uns nie mehr als nötig nähern, denn das verteidigen die Wespen und stechen bei drohender Gefahr oft mehrmals zu. Bei uns gibt es den Spruch: „Wennst an Wess daschlogst, keman 100 aaf d´Leicht!“ Tatsächlich senden tote Tiere oder solche, die gerade zugestochen haben, Pheromone aus, die den anderen Wespen des Volks eine Gefahr signalisieren und sie so zur Unterstützung rufen.

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Dass die Wespen auf uns fliegen, kann uns aber auch mit folgender Mehlspeise passieren. Für unsere Wespennester werden 750 g Kartoffel gekocht, anschließend sofort geschält und durch eine Presse gedrückt. Dafür eignet sich am besten eine mehlige Sorte. Nach dem Auskühlen der Kartoffeln geben wir ein Ei, eine Prise Salz und 200 g Mehl dazu. Es kann Weizenmehl Typ 405, Dinkelmehl Typ 630 oder das von mir bevorzugte griffige Weizenmehl verwendet werden. Alles zusammen verarbeiten wir per Hand zu einem geschmeidigen Teig, den wir etwas ruhen lassen. Inzwischen entkernen wir fünf mittelgroße Äpfel, die nicht zwingend geschält werden müssen. Die Äpfel schneiden wir in dünne Scheiben und beträufeln sie mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht gleich braun werden und stellen sie einstweilen beiseite. Mein Tipp ist, die Scheiben möglichst dünn zu schneiden, dann geht das Aufrollen nachher leichter.

Der Kartoffelteig wird nun auf einer bemehlten Fläche zu einem großen Fladen ausgerollt. Er sollte nicht dicker als etwa 5 mm werden, wobei auf eine gute Mehlunterlage zu achten ist, damit der Teig nicht so leicht anklebt.Auf dem Teigfladen verteilen wir gleichmäßig etwa 150 g Sauerrahm und die Apfelscheiben. Dazu kommen noch Weinberl (Rosinen) nach Belieben, die ich meist einige Stunden vorher in Amaretto eingelegt habe, was ihnen ein besseres Aroma gibt. Etwas Zucker und ein wenig Zimt werden ebenfalls auf den Äpfeln gleichmäßig verteilt.

Die typische Form entsteht

Den Teig rollen wir dann vorsichtig zu einem Strang zusammen und schneiden etwa fünf Zentimeter breite Scheiben davon ab. Diese kommen dann aufgestellt in eine gut ausgebutterte Bratreine, so dass die offenen Enden nach oben und unten zeigen. So entsteht das typische Aussehen, das dem Gericht seinen Namen gegeben hat. Die Wespennester dann bei 200 Grad etwa 25 Minuten. in den Backofen geben. Dabei sollen die Nester oben bereits knusprig braun werden. Es ist aber darauf zu achten, dass die Spitzen oben nicht anbrennen und schwarz werden. Lieber die Reine frühzeitig mit etwas Backpapier abdecken, da jeder Ofen auch anders ist. Inzwischen werden 120 ml Milch mit 80 ml Sahne und 50 g Butter gemischt und erhitzt. Nach den 25 Minuten Backzeit das Gemisch über die Wespennester gießen und bei 180 Grad nochmal 25 Minuten in den Ofen geben. Wenn das Milch-Sahne-Gemisch gut aufgesogen wurde, sind die Wespennester fertig. Am besten schmecken sie auf einem Spiegel aus selbstgemachter Vanillesoße. Auch eingemachtes Obst kann gut dazu geges

Für unsere Wespennester werden 750 g Kartoffel (mehlig) gekocht, anschließend sofort geschält und durch eine Presse gedrückt.
Nach dem Auskühlen der Kartoffeln geben wir ein Ei, eine Prise Salz und 200 g Mehl (Weizen 405 oder griffig) dazu. Das verarbeiten wir per Hand zu einem geschmeidigen Teig, den wir etwas ruhen lassen. Inzwischen entkernen wir fünf mittelgroße Äpfel, schneiden sie in dünne Scheiben, beträufeln sie mit ewas Zitronensaft und stellen sie beiseite.
Nun rollen wir den Kartoffelteig auf einer bemehlten Fläche zu einem großen Fladen aus. Er sollte nicht dicker als etwa 5 mm sein.
Auf dem Teig verteilen wir gleichmässig etwa 150 g Sauerrahm und die Apfelscheiben. Dazu kommen noch Weinberl (Rosinen) nach Belieben und etwas Zimt und Zucker, ebenfalls gleichmässig verteilt.
Den Teig rollen wir vorsichtig zu einem Strang auf und schneiden etwa fünf Zentimeter breite Scheiben davon ab. Diese kommen dann aufgestellt in eine gut ausgebutterte Bratreine. Die Wespennester dann bei 200 Grad eine halbe Stunde in den Backofen geben. Dabei sollen die Nester oben bereits knusprig braun werden, aber nicht anbrennen und schwarz werden.
Inzwischen 120 ml Milch mit 80 ml Sahne und 50 g Butter mischen und erhitzen. Nach 25 min. Backzeit das Gemisch über die Wespennester gießen und bei 180 Grad nochmal 25 min. in den Ofen geben.
Wenn das Milch-Sahne-Gemisch gut aufgesogen wurde, sind die Wespennester fertig. Am besten schmecken sie auf einem Spiegel aus selbstgemachter Vanillesoße.