Der Ex-Zivi kehrt an seine frühere Wirkungsstätte zurück – als Direktor

Der Beruf des Förderschullehrers schien Daniel Eder (46) in die Wiege gelegt, arbeiteten doch beide Eltern in dem Bereich. Doch er hatte andere Pläne. Und jetzt ist es wieder anders gekommen.
Sein Vater Josef war viele Jahre Leiter der Prälat-Michael-Thaller-Schule. Diese Stelle nimmt nun Daniel Eder. Doch ursprünglich hatte er andere Pläne. „Pädagoge wollte ich schon werden.“ Allerdings strebte er eigentlich ein Studium in einem technischen Fach an – etwa Mathematik oder Physik.
Vor dem Studium machte Eder aber erst einmal 13 Monate Zivildienst. Er entschied sich damals schon für einen Einsatz an der Prälal-Michael-Thaller-Schule. Was aber allein daran gelegen habe, dass die Entfernung zum elterlichen Haus nicht allzu weit war.
Schnell habe er dann aber festgestellt: „Das Arbeiten mit den Kindern dort hat mir gefallen.“ Er habe sich dort in Offenstetten, wo die Schule 1996 noch untergebracht war, wohlgefühlt. Eingesetzt war er damals in der schulvorbereitenden Einrichtung, wie der angeschlossene Kindergarten genannt wird. Und so trat er danach doch in die elterlichen Fußstapfen und studierte Förderpädagogik.
Während des Studiums hätte sich der Berufsweg noch einmal verändern können. „So wie das Studium in München aufgebaut war, hat mir das nicht gefallen“, räumt Daniel Eder im Gespräch mit der Mittelbayerischen ein. Er beeilte sich, seinen Abschluss zu machen – einfach deshalb, um danach im Falle des Falles noch Zeit zu haben, etwas anderes anzufangen.
Die Liebe zu den Kindern ist geblieben
Doch die Liebe zur Arbeit mit den Kindern sei ihm bis heute geblieben. Nach zwei Jahren als Referendar an der Astrid-Lindgren-Schule in Rottenburg an der Laaber verbrachte er acht Jahre an der St. Benedikt Schule in Mallersdorf.
Bald war er dort für die EDV der Schule verantwortlich, betreute schließlich das Schulverwaltungsprogramm für die Förderschulen in den Landkreisen Kelheim und Straubing.
Schließlich entschied er sich, erstmals zur Thaller-Schule zurückzukehren. „Die Entfernung nach Mallersdorf war einfach zu weit“, begründet er diesen Schritt. Neben den Sonderaufgaben in Sachen Computer wirkte er mittlerweile auch als Beratungslehrer.
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Und so fragte ihn der neue Schulleiter der Cabrinischule Rudi Dittmann eines Tages, ob er sich denn nicht den Posten des Konrektors dort vorstellen könne.
Daniel Eder sagte zu, denn er hatte mittlerweile festgestellt, „dass mir das Organisieren Spaß macht“. Seit 2015 ist er jetzt stellvertretender Leiter der Cabrinischule. Dabei hat er festgestellt, dass ihm auch der Umgang mit den Mitarbeitern, von denen es im Umgriff der Cabrinischule 130 gibt, gut liege.
Und bei alledem musste er nicht in der ersten Reihe stehen. Das liege ihm nämlich eigentlich gar nicht. Konnte er als Konrektor mehr aus dem Hintergrund arbeiten, gehe das als Schulleiter nicht mehr. Der repräsentiere ja eine Einrichtung.
Die Entscheidung fiel nicht leicht
Deshalb habe er im Oktober lange überlegt, ob er sich denn für die freiwerdende Stelle bewerben soll oder nicht. Der Familienvater sei dann zum Entschluss gekommen, dass es Zeit werde für etwas Neues in seinem Berufsleben.
Und so wechselt er jetzt an eine Schule, die er zwar wie beschrieben schon ganz gut kennt, bei der aber wohl noch einmal ein Packen mehr Arbeit auf ihn zukommen wird. Ist doch der neue Wirkungsort schon einmal deutlich größer als der alte. Zählte die Cabrinischule rund 200 Schülerinnen und Schüler, sind es bei der Prälal-Michael-Thaller-Schule deren 300.
Familie spielt weiterhin eine große Rolle
Und als Schulleiter werde er wohl kaum umhinkommen, noch öfter als bisher schon außerhalb der klassischen Arbeitszeiten gefordert zu sein. Das sei ihm klar – trotzdem rücke er davon nicht ab: „Familienleben ist mir wichtig.“ Er will auch künftig genügend Zeit für Ehefrau und die drei sechs, acht und elf Jahre alten Söhne einplanen.
Und mit etwas Glück bleibt im Terminkalender noch ein bisschen Platz für sein Hobby – die Musik. Die habe in der Familie Eder immer eine große Rolle gespielt. Daniel Eders Instrument ist der Bass. Mit dem ist er hin und wieder in Gottesdiensten zu hören – und als Mitglied von den Vahunackldn. Er sei guter Dinge, dass dies klappt. Es gebe ja nur einige wenige Auftritte pro Jahr.