Neustadt stärkt Elektromobilität: Neue Ladesäulen sollen Nutzung von E-Autos verbessern

Die Zahl der E-Ladesäulen soll in Neustadt a.d. Donau deutlich steigen. Statt bisher zwei Stationen sollen es künftig 16 Möglichkeiten geben, um Akkus wieder aufzuladen.
Elektrisch angetriebene Autos werden immer beliebter. Das Netz an Ladestationen wächst. In Deutschland gibt es laut Bundesnetzagentur über 70.000 Normalladepunkte sowie mehr als 14.000 Schnellladepunkte für E-Autos (Stand: Juni 2023).
Bisher gab es jedoch in Neustadt a.d. Donau nur die Ladestation in der Herrnstraße und in Bad Gögging nahe der Tourist-Information. Das Problem: Wenn an den drei Plätzen Autos aufgeladen werden, lohnt sich das Warten auf einen freien Platz – anders als an einer klassischen Tankstelle – selten, denn die Autos hängen oft für mehrere Stunden an der Ladesäule.
Aktuell ist die Situation sogar noch schwieriger: Die Ladesäule in der Herrnstraße ist nämlich außer Betrieb. Erst wurde dies durch einen Hinweis auf der Säule den Autofahrern mitgeteilt.
Weil das keine Lösung ist, hat der Stadtrat jetzt eine Investition beschlossen, die einem Neustart im Bereich der E-Mobilität in Neustadt a.d. Donau gleichkommt. Damit sollen an drei Standorten Ladesäulen für E-Fahrzeuge installiert worden.
„E-Mobilität voranbringen“
„Wir wollen die E-Mobilität in Neustadt a.d. Donau voranbringen“, sagte Bürgermeister Thomas Memmel. Dabei geht es nicht nur um die Kernstadt, sondern auch um Bad Gögging und den Tourismus im Kurort. „Wir wollen das Projekt zeitnah umsetzen“, verspricht Memmel. Spätestens bis 31. März 2023 sollen die neuen Ladesäulen in Betrieb sein. Vermutlich werde das aber schon zu einem früheren Zeitpunkt gelingen, ist Memmel überzeugt.
Die E-Mobilität ist eine der Stellschrauben, die der Bürgermeister sieht, um die Attraktivität der Stadt zu verbessern. Die Einführung von Kexi gehört genauso dazu wie die weitere Sanierung der Innenstadt auch und der Bau des neuen Bürgerzentrums.
Vorgesehen sind als künftige Standorte in Neustadt a.d. Donau die Herrnstraße und der Volksfestplatz sowie in Bad Gögging der Parkplatz an der Limes-Therme. Die Standorte am Volksfestplatz und an der Therme gab es bisher nicht. Es wird sowohl Schnelllademöglichkeiten als auch normales Laden geben, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden. Volle Ladung in kurzer Zeit würde damit denjenigen entgegen kommen, die nur einen kurzen Besuch, zum Beispiel in der Therme, planen.
Stadtwerke als Betreiber
Auf dem Parkplatz an der Limes-Therme sollen sechs Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können – für zwei Fahrzeuge ist schnelles Laden und für vier weitere Pkw normales Laden möglich. Auf dem Volksfestplatz soll es sechs Ladestationen geben, die alle für normale Ladegeschwindigkeiten ausgelegt sind und damit insbesondere auch für Arbeitnehmer gedacht sind, die sich ganztätig in Neustadt aufhalten.
Die alte Ladesäule in der Herrnstraße wird abgebaut und durch eine neue Anlage ersetzt. Hier soll es künftig zwei Möglichkeiten für schnelles Laden und zwei für normales Laden geben.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf insgesamt rund 181.000 Euro. Die Aufträge für alle drei Standorte wurden an die Energie Südbayern mbH aus München vergeben. Betreiber der E-Ladesäulen werden die Stadtwerke Neustadt a.d. Donau sein. Das Projekt wird vom Freistaat Bayern gefördert. Die Höhe der tatsächlichen Zuwendungen allerdings steht noch nicht fest.
