Friedhofsgebäude in Neutraubling werden saniert: Aussegnungshalle bekommt ein neues Dach

Die Modernisierung des Friedhofs ist ein Neutraublinger Langzeitprojekt. Jetzt geht es wieder einen Schritt voran: Die Aussegnungshalle und das Nebengebäude werden saniert.
Der Stadtrat hat bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Donnerstagabend beschlossen, die Sanierung der Aussegnungshalle und des Nebengebäudes anzupacken. Das von der Verwaltung vorgestellte Konzept wurde ohne Gegenstimmen abgesegnet. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 400 000 Euro. Im kommenden Frühjahr könnten die Arbeiten laut Bürgermeister Harald Stadler beginnen.
Der Grundsatzbeschluss, den Friedhof auf Vordermann zu bringen, stammt aus dem Jahr 2016. Diskutiert wurde darüber aber schon lange davor. Inzwischen sind die Wege und der Eingangsbereich erneuert worden. Nun rückt die Renovierung der Gebäude ins Blickfeld. Die technische Ausstattung ist veraltet, zudem gibt es keine barrierefreie Toilette. Im Wesentlichen soll das Dach der Aussegnungshalle erneuert und das Nebengebäude neu gestaltet werden. Der früher einmal angedachte Abriss des Gebäudes ist vom Tisch.
PV-Anlage nur für die Halle
Eine PV-Anlage wird installiert, allerdings nur auf dem Dach der Halle. Auf dem Nebengebäude sei eine solche Anlage nicht wirtschaftlich, erläuterte Hochbauamtsleiter Martin Schulze. Es gebe dort zu viel Schatten. Das alte Eternitdach der Aussegnungshalle wird durch ein Blechdach ersetzt. Ziegel sind laut Schulze nicht möglich, weil die Dachkonstruktion diese nicht halten würde. Auch die alte Heizung wird erneuert. Die Gastherme und die Nachtspeicheröfen kommen weg, stattdessen soll eine Wärmepumpe installiert werden.
Im Nebengebäude werden die Räume neu geordnet. Die Kabinen für die Leichenaufbahrung samt Kühlung werden aufgelöst, dafür soll Angehörigen künftig ein größerer Bereich für die Verabschiedung ihres Verstorbenen zur Verfügung stehen. Auch der Pfarrer bekommt mehr Platz. Überdies wird es einen Erste-Hilfe-Raum geben, ein Defibrillator wird an der Außenwand angebracht. Erneuert werden auch die in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen. Eine barrierefreie Toilette ist geplant, dazu zwei weitere öffentliche und von außen zugängliche WCs plus zwei Toiletten für Personal im Inneren des Gebäudes. Die Aussegnungshalle wird laut Verwaltung etwa 125 Tage im Jahr genutzt. Die Gesamtkosten der Sanierung werden auf fast 400 000 Euro geschätzt. Sollte das Nebengebäude außen gedämmt werden, was wegen der geringen Nutzung noch abgewogen werden muss, kämen knapp 90 000 Euro obendrauf. Auf jeden Fall kommen laut Schulze noch Planungskosten dazu.
Weitere Bauthemen
Darüber hinaus beschloss der Stadtrat eine Änderung des Bebauungsplans an der Europastraße. Dort sollen vier Querungshilfen wegfallen und außerdem Parzellen begradigt werden.
Noch ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf ein Bauthema. Im Schneewittchenweg im Kleinfeld ist der Neubau von vier Reihenhäusern inklusive einer Tiefgarage geplant. Bereits 2019 hatte sich der Stadtrat mit dem Projekt beschäftigt, das damals aber nicht umgesetzt wurde. Nun lag dazu ein neuer, ergänzter Antrag vor, der unter anderem eine Überschreitung der Baugrenze wegen der Tiefgarage vorsieht. Teils mit Gegenstimmen wurde das Projekt von den Ratsmitgliedern abgesegnet.
Bürgermeister Stadler zog überdies noch eine positive Bilanz zum Volksfest. „Sehr gelungen“ sei es, Beschwerden habe er nicht gehört. Das Feuerwerk zum Abschluss des viertägigen Festes, im Vorfeld durchaus umstritten, habe rund um den Neutraublinger See 13 000 Zuschauer angelockt, so Stadler.