Nach zwei Monaten: Rentiert sich der Mini-Baumarkt in der Regensburger Altstadt?

Von Heike Haala · 31. Juli 2023 um 10:00

Seit Juni betreibt Andreas Kölbl den Mini-Baumarkt „Da Bastler“ in der Schwarze-Bären-Straße. Damit eröffnete er ein Geschäft, wie es in der Regensburger Altstadt kein zweites gibt.

Er brachte den Eisenwarenhandel ins Zentrum zurück, denn bei ihm gibt es Nägel, Schrauben, Dübel, Hämmer, Zangen, Sägeblätter, Muttern, Haken, Ösen, aber auch Kabel, Schutzkleidung oder Schmiermittel zu kaufen. Und so müssen sich die Altstadtbewohner nicht mehr wegen jeder fehlenden Schraube in einen der Baumärkte aufmachen, von denen keiner im Zentrum liegt.

Mini-Baumarkt in der Regensburger Altstadt: Lohnt sich das?

Aber lohnt sich das Geschäft mit dieser Ware? Immerhin muss jemand ganz schön viele Schrauben verkaufen, bis er davon leben kann. Zudem sagte Josef Ebnet, Bereichsleiter für den Geschäftsbereich Verkehr, Handel und Stadtentwicklung bei der Industrie- und Handelskammer für die Oberpfalz und Kelheim, im Vorfeld der Eröffnung, dass sich der Laden wohl eher nicht als Magnet für Kunden von außerhalb der Altstadt erweisen werde, sondern etwas für schnelle Impulskäufe sei. Kölbl aber erklärt nach einigen Wochen hinter dem Verkaufstresen, dass er sich über regen Kundenverkehr freue. So gebe es Laufkundschaft, es würden aber auch Menschen in den Laden kommen, die über Verwandte oder aus dem Internet vom Laden wissen.

„Es wird ordentlich eingekauft. Über den Umsatz kann ich mich nicht beschweren“, erzählt er. Kölbl sei in seinem Businessplan nun ungefähr bei der Hälfte von dem, was er brauche, um sagen zu können, dass er bei Null rauskommt oder sogar etwas für ihn übrig bleibt. Deswegen lebe er gerade noch vom Gründerzuschuss. Als Kassenschlager erweisen sich von Anfang an Kabelbinder. „Damit kann man viele Dinge schnell und leicht festzurren“, erklärt er. Zur gefragten Ware zählen aber auch Multiöl, Schrauben, Gaffertape und Gießkannen.

Auf die Idee für den Laden sei der in Obertraubling lebende Kölbl, der zuvor im Außendienst eines Herstellers von Elektrowerkzeugen und Haushaltsmitteln arbeitete, während eines Besuchs bei seiner Verwandtschaft in Bukarest gekommen. „Dort gibt es solche Läden an jeder Ecke. In Regensburg oder anderswo in Deutschland habe ich das aber noch nicht gesehen“, sagt er.