Burglengenfelder Schulen: Konopisky sorgt auch künftig für satte Kinder

Die Eltern von rund 250 Grund- und Mittelschülern fragen sich schon heute: Wer wird ab Herbst das Essen für meine Kinder liefern? Am Mittwoch gab Stadtbaumeister Franz Haneder im Rat die Antwort: die Firma Roland Konopisky.
Damit bleibt die Versorgung der Schüler mittags in den bewährten Händen. Bereits vor 20 Jahren, also mit Inbetriebnahme des Schulzentrums, hatte Konopisky die Bereitstellung des Mittagstischs übernommen. Anfangs waren nur rund 30 hungrige Mägen zu füllen, heute sind es fast zehnmal so viele.
Konopisky hat sich dabei über die lange Zeit einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Das Essen aus seine Küche gilt als gesund und gut und dazu auch noch günstig. Zuletzt kostete die Portion rund 3,20 Euro. Als Gründe für dieses Niveau nennt Konopisky eine Absprache mit dem damaligen SPD-Bürgermeister Heinz Karg, der das Portemonnaie der Eltern habe schonen wollen, und den eigenen Anspruch: „Ich will den Kindern Gutes tun.“
Als im Sommer bekannt wurde, dass die Kommune für das Stadthallenrestaurant, das Konopisky gepachtet hat, einen neuen Wirt sucht, drohte die Mittagsverpflegung für die Schulen in andere Hände überzugehen. Denn Konopisky würde ab nächstem Jahr nicht mehr die Restaurantküche nutzen können, in der er bisher „Just-in-time“ zubereiten ließ.
Die Stadt startete eine Ausschreibung. Eine besondere Rolle sollten die Warmhaltezeit und der Preis spielen. Konopisky warf seinen Hut in den Ring und machte das Rennen. Er holte 90,8 von 100 zu vergebenden Punkten. Der neue Preis wird für das Essen an der Grundschule bei 3,84 Euro liegen, für das Essen an der Mittelschule bei 4,49 Euro. Dem entsprechend schlug die Verwaltung dem Stadtrat vor, Konopisky erneut den Zuschlag zu erteilen. Das Votum fiel einstimmig aus. Der Vertrag erstreckt sich über drei Jahre.
Konopisky nahm’s mit Freude zur Kenntnis. Künftig werde das Mittagessen eben in einer anderen Küche zubereitet und um 11 Uhr an die Schulen geliefert. Frisch sei es trotzdem. Die Verteilung übernimmt städtisches Personal.
Auch die Verpflegung im Josefine- und Louise-Haas-Kindergarten stand auf der Tagesordnung. Caterer Michael Heumann hatte beantragt, den Preis für die Mahlzeiten ab September von 4,05 auf 4,25 Euro anheben zu dürfen. Wegen gestiegener Kosten für Lebensmittel, Personal und Transport sei dies unumgänglich. Die Mehrheit im Rat spielte aber nicht mit und lehnte ab. Die genannten Gründe seien „zu pauschal“, hieß es.