Parsberg: Conclusion rockt zum 50. Bühnenjubiläum vor dem Burgsaal

50 Jahre und ein Tag. Am Samstagabend feiert die Band Conclusion auf der Burg in Parsberg ihr Bühnenjubiläum. Im Gespräch mit unserem Medienhaus blicken die Musiker auf das zurückliegende halbe Jahrhundert zurück und verraten, warum ihr erstes Konzert in der heutigen Zeit niemals stattgefunden hätte.
Es war der 28. Juli 1973. Die Urformation der Beatband trat zum ersten Mal unter dem Namen Conclusion im Sportheim in Parsberg auf. Damals standen mit Peter Panzer (Gitarre), Rainer Preis (Gitarre), Uli Sellner (elektrische Orgel), Uli Bassler (Bass) und Berti Sellner (Schlagzeug) aber noch keine gestandenen Rocker auf der Bühne.
„Unser Schlagzeuger Berti war erst 13, deswegen waren auch seine Eltern immer dabei“, erzählt Preis von den Anfängen der Band, die angesichts der strengen Jugendschutzbestimmungen heute inzwischen undenkbar erscheinen. „Die Conclusions sind genauso entstanden, wie viele Bands in der damaligen Zeit“, ergänzt Alexander (Lou) Wegerer, der später zur Gruppe kam. Man müsse dazu wissen, dass Musik für die Jugendlichen damals einen enormen Stellenwert hatte.
Jugendliche nutzte die Musik, um vor den Mädchen zu glänzen
„Wer die falsche Musik gehört hat, war sofort unten durch. Da war es dann naheliegend, die Musik, welche die Eltern nicht so gerne hörten, auch selbst zu spielen“, sagt er. Songs von Deep Purple, The Who oder eben von den Stones. Gleichzeitig sei die Musik eine Möglichkeit gewesen, vor den „Mädls zu glänzen, wenn man zu krumme Füße fürs Fußballspielen hatte und auch in der Schule keine Wundertaten vollbrachte.“ Dann wurde oft beschlossen: „Wir gründen eine Band. Wer welches Instrument bearbeitet, wurde einfach festgelegt und umgesetzt“, sagt Wegerer.
Band formiert sich im Keller der Familie Preis
So war es auch bei Conclusion: Rainer Preis und die beiden Sellner-Jungs Uli und Berti waren befreundet und machten im Preis-Keller eher schlecht als recht miteinander Musik. „Uli spielte Klavier, ich Gitarre und Ulis Bruder Berti trommelte auf leeren Waschmittel-Papptonnen“, erzählt Preis. Später gab es dann eine elektrische Gitarre, die an ein altes Radio angeschlossen wurde und auch noch eine elektrische Orgel.
Den nächsten Schritt vom Preis-Keller auf die Bühne machten die Jungs dann, als Peter Panzer dazustieß. Der Onkel von Rainer Preis war ein paar Jahre älter und hatte bereits Band-Erfahrung – und einen richtigen Verstärker. Mit Uli Bassler kam noch ein Bassist dazu und schon im Fasching 1972 spielten die fünf auf Partys und Bällen und probierten aus, was beim Publikum ankommt.
Abschiedskonzert nach zehn Jahren war kein Abschied für immer
Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Panzer heiratete 1976 eine Backgroundsängerin und stieg aus, Hans Schuster stieß dazu. Es gab zwar ein offizielles Abschiedskonzert 1982, doch weil die Freundschaft bestehen blieb, fanden sich die Musiker, ergänzt durch Bernhard Kubis, Johannes Wolf und eben Wegerer, immer wieder für Konzerte zusammen. Und deshalb gilt sicherlich auch nach dem Jubiläumskonzert: „The Show is not over!“
Das Jubiläum:
Geburtstagsparty: Am kommenden Samstag ab 21 Uhr (Einlass 19 Uhr) findet vor dem Burgsaal in Parsberg das Jubiläumskonzert von Conclusion statt. Bei Regen wird in den Burgsaal ausgewichen.
Eintritt: Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen. Für Essen und Trinken ist gesorgt.
