Neustart für das Hirschenblobb: Urige Kneipe wird moderne Afterwork-Lounge

Das Hirschenblobb: Die legendäre Kneipe mit Biergarten war nach 2019 dem Umbau und dem Personalmangel in der Gastronomie zum Opfer gefallen. „Jetzt wird dort – mit einem neuen Konzept – wieder geblobbt“, sagt Johannes Hausen, Geschäftsführer der Hirschen Hotel GmbH, und verrät, wie der Name entstanden ist.
Der beruht nämlich auf dem Geräusch, das entsteht, wenn ein Gast den Bügelverschluss der Zwei-Liter-Flasche mit dem hauseigenen Bier öffnet. Sie ist laut Johannes Hausen das Markenzeichen des Biergartens, quasi das Signatur-Getränke der 1998 erstmals eröffneten Gaststätte.
Hergestellt wird das bernsteinfarbene, gut gehopfte und naturtrüb belassene Kellerbier von der Brauerei Winkler in Lengenfeld. Trotzdem ist es ein echtes Parsberger Bier. Winkler verwendet nämlich die Informationen und die Rezeptur, die im Sudbuch von 1806 des Parsberger Brauhauses niedergeschrieben sind.
Neue Bar in Parsberg bietet große Gin-Auswahl
Allerdings ist es Johannes Hausen und seiner Frau Carola wichtig, das Blobb nicht allein auf das Hausbier zu reduzieren. „Die Getränkekarte ist gefüllt mit ausgesuchten und getesteten Lieblingsgetränken“, sagt Carola Hausen. Neben regionalem Bier gibt es zum Beispiel selbst gemachte Limonaden, Cocktails und eine große Gin-Auswahl.
Dies alles passt zu dem neuen Konzept, mit dem das Hirschen-Team im Blobb antritt. Weniger Wirtshaus, mehr Bar und Afterwork-Lounge. „Wir wollten mit Barhockern, Samtsofas und traditionellen Holztischen ein modernes, frisches Ambiente schaffen. Einen Ort, an dem man gerne den Tag ausklingen lässt“, erzählen die Hausens.
Deswegen gibt es auch keine Speisekarte. „Wir haben uns entschieden, im Blobb nicht mehr zu kochen. Essensgäste empfangen wir im Hauptgebäude“, sagt Carola Hausen.
Gourmetrestaurant im Hauptgebäude des Hirschen
Dort stünde mit dem Hirschkönig ein Gourmetrestaurant, die Wirtstuben und der Freisitz zur Verfügung. Diese Entscheidung helfe zum einen, die Warenwirtschaft besser im Griff zu haben, reduziere gleichzeitig aber auch den Personalbedarf im Blobb. Trotzdem wird im Blobb natürlich kein Gast verhungern, verspricht Carola Hausen: „Wir halten selbst gebackenes Brot und Wurstgläser aus unserer Hausmetzgerei für den Fall bereit, dass der kleine Hunger zuschlägt.“
Außerdem gibt es extra angekündigte Veranstaltungen wie den Eröffnungsabend am vergangenen Freitag, wo der Parsberger Ripperl Rudi seinen Grill anwarf und die Gäste bewirtete. Auch Musik – am Freitag spielte als Reminiszenz an die früheren Blobb-Abende Chris Wittl – soll es regelmäßig geben.